Donnerstag, 22. Mai 2014

Dienstag 20.05.2014

Die Nacht war ruhig und kühl. Der Kompressor für den Sandstrahler der Gewächshausyacht weckte uns. Putzen und Einräumen stand bei uns auf dem Programm. Nachdem die Dreckschleudern ihre Arbeit beendet hatte durften wir unser Deck abspritzen. Schwarzer Staub und wahrscheinlich viele kleine Rostteilchen wurden weggespült. Ein vermeintlich leichter Punkt auf der Arbeitsliste warf erste Probleme auf. Am Anfang stand eine französische Kabelverbindung. Warum die Litzen zweier Kabel verlöten oder zumindest miteinander verdrehen? Einfach nebeneinander legen und Isolierband rumgewickelt. Die Lampe hatte immer wieder mal geflackert, jetzt wissen wir warum. Leider passen die schönen LED-Leuchten-Türmchen nicht in die Kabinenlampen. Sie sind zu lang. Die LED-Birnen hingegen passen. Der alte Kühlschrank schwächelt. Er bekommt nicht genug Strom beim Anlaufen und schaltet deshalb in den Sparmodus. Das ist ein dringend zu behebendes Problem.
Wegen der Gewächshaus-Yacht vor uns habe ich keine Verbindung zum Wifi-Sender des  Marina-Restaurants. Bleibt mir nichts anderes übrig, als am Abend den Laptop einzupacken und beim Panos ins Netzt zu gehen. Der hat uns gleich beim ersten Besuch zwei Bier spendiert. Und Anna die Köchin kam auch vorbei zur Begrüßung. Im fünften Jahr ist das wohl so üblich.
Bild des Tages: Sandstrahl-Dreckschleuder 

Dienstag, 20. Mai 2014

Montag 19.05.2014

Die Nacht war erfreulich ruhig. Ein italienischer Aufseher hat irgendwann ein Donnerwetter losgelassen und danach war Ruhe. Wenn doch ein Kind die Stimme erhob schallte ihm ein vielfaches Pssssst entgegen.
Um bei der vorgesehenen Ankunft um 08.30 Uhr vorher einen Tee trinken zu können stellten wir das Handy auf 07.00 Uhr. Und diesmal störte keine SMS.
Zur Durchfahrt der Engstelle zwischen Korfu und Albanien waren wir an Deck. Irgendwie kam mir die Spur hinter uns seltsam vor. Zu Recht, es war eine Mischung aus der Spur der Minoan Fähre und der Konkurenz von der ANEK. Letztere behauptete die Innenbahn, wurde aber trotzdem überholt. Kurz vor Halb Nuen wurden wir gebeten, die Fahrzeuge aufzusuchen. Und wie eilig sie es hatten die Rentner. Die Motoren wurden schon gestartet, bevor die Fähre ihr Heck zum Hafenmauer gedreht hatte. Und dann stand eine Schrottlaube ohne Nummernschilder im Weg und hielt den ganzen Verkehr auf. Alle mussten den Rückwärtsgang einlegen und rangieren. Beim Ablegen konnte die ANEK einen kleinen Vorsprung herausholen. Sie war kleiner und leichter, was der Beschleunigung zu Gute kam. Die Minoan ließ sie großzügig ziehen und überholte nach der nächsten Biegung.
Die Straße nach Preveza war tatsächlich fertig. Zumindest der mittlere Teil. Alles andere zerbröselte langsam. Viel Verkehr muss sie ja nicht aushalten. Und kamen kaum Fahrzeuge mit griechischer Nummer entgegen. Gerstern war ja auch Wochenende. Und es ist erst 09.30 Uhr. Wer ist da schon unterwegs…
Trotz des wenigen Verkehrs sahen wir so viele Tierleichen wie nie. Schlangen, Wiesel, Katzen und Hunde waren wir gewöhnt. Zwei Dachse hätten wir nicht erwartet.
Ein kurzer Stopp beim Lidl und wir waren in der Marina. Tatsächlich wurde der Bereich vor den Duschen betoniert. Dadurch sollten wir nicht mehr so eingestaubt werden. Wir sind eng eingeparkt, hinter uns ein Kat, neben und ein großes, altes französisches Motorboot, die Petrarka. Irgendwo hatten sie ei Loch, da die Reste von großen Stahlplatten rumlagen. Vor dem Marinabüro stand eine große blaue Motoryacht, die Balkan 1. Ari hob sie gleich wieder ins Wasser. An der Straße steht etwas ganz großes. Die haben mehr Grünzeug an Bord als in unsere Haarer Wohnung passen würde. Wir können zwei Palmen und drei Benjamins identifizieren. Unschön ist, dass sie ihr Unterwasserschiff sandstrahlen und der Dreck zu uns rüber fliegt.
Wir besteigen unser kleines Schiffchen und nehmen die Schäden auf. Die zweite Plexiglasscheibe über der Küche hat es ebenfalls zerrissen. Vorsichtshalber hatten wir sie mit abgeklebt. In der linken Bilge fand sich etwas zu viel Wasser, um es als Kondenswasser abzutun. Der erste Verdacht waren die kleinen Seitenfenster. Ein Blick in den Motorraum und die Sache war klar. Daher kam das Wasser nach Innen. Die findigen Franzosen haben eine Überleitung eingebaut, dass das Wasser ins Schiffsinnere fließt und der Motor trocken bleibt. Schöner wäre natürlich, wenn gar kein Wasser reinkommen würde. Das Abschöpfen und Auftunken ist natürlich eine riesige Sauerei. Öl, Diesel und Gummibrösel sind sehr unappetitlich. Carola widmet sich dem Innenraum. Alles war dicht, aber überall ist Staub. Selbst unter den Bettlaken, die wir zum Staubschutz ausgebreitet hatten. Nach Schöpfen und Putzen muss das Auto aus und das Schiff eingeräumt werden. Ausräumen geht klar, das restliche Einräumen muss bis morgen warten.
Socke und Rantanplan leben, ebenso Turtel. Und am Zaun haben sie ein Gehege für zwei weitere Hunde gebaut. Wir sind gespannt auf die Nacht.
Bild des Tages: Gelbe Blume vom Straßenrand 

Sonntag 18.05.2014

Pünktlich um 02.30 Uhr läutete das erste Handy. Die letzten Gepäckstücke wurden bei Regen ins Auto geräumt und um 03.45 Uhr fuhren wir los. Die leere Autobahn nutze uns wenig, in Brannenburg war sie komplett gesperrt. Wir wurden über Niederndorf umgeleitet. Bayern 3 hat nichts davon erwähnt, im Gegensatz zu Ö3. Durch Österreich wurden wir von etlichem Getier am Straßenrand unterhalten. Eine Taube und eine Krähe flogen uns so knapp an, das ich tatsächlich ausweichen mußte. Und eine Katze saß auf einem Begrenzungspfosten und wartete auf Opfer. Am Brenner tankten wir um 06.00 Uhr, für 1,55 €. Das wäre in Deutschland billiger gewesen…
In Italien war es richtig grün. Der Mohn blühte und weiter südlich hingen die Kirschen an den Bäumen. Schon wurde Getreide geerntet. Den Po erlebten wir zur Abwechslung mit Wasser, wenn auch nicht sehr viel. Die feuchten Wiesen in der Poebene lockten viele große Vögel an. Von Modena bis Bologna wurde auf 4 Spuren der Verkehr etwas dichter. Meinen Schnitt konnte ich trotzdem auf 99 km/h steigern. Ab Rimini war damit Schluss. 90, 80 und sogar 60 sollte man fahren. Vermutlich wegen Lärmschutz. Deshalb war ich der einzige, der sich einigermaßen daran hielt. Sogar die Wohnmobile überholten mich.
Um 12.15 kamen wir in Ancona an. Gegen Vorlage des Ausdrucks aus dem Internet bekamen wir die Tickets. Ohne Warten durften wir auf die Fähre. Fast pünktlich fuhren wir ab. Wegen einem Rumänischen Zigeunertransporter blieb die eine Heckklappe länger unten. Der Transporter hatte einen Lattenrost samt Matraze auf dem Dach. Camping an Bord mal anders. Bei Sonnenschein fuhren wir los und wurden gleich von einem 5er Wind begrüßt. Deshalb haben sich die Segler in der Abdeckung des Hafens gedrängt, draußen war es ihnen zu wild. Erstaunlicherweise waren die Wellen klein, einen Mater, wenn überhaupt. Aus dem Hafen von Ancona müssen die Fähren weiter ZickZack fahren. Drei 90° Kurven auf engem Raum.
Eigentlich hatten wir eine ganz ruhige Kabine, ohne Vibrationen und Geklappere. Wenn nicht die italienischen Kinder gewesen wären. Gesehen hat man sie nicht, aber gehört. Und waren sie still, begann das französische Gebrabbel. Ein erster Versuch zum Abendessen scheiterte an den Reisegruppen.

Bild des Tages: Kräftiger Wind

Samstag 17.05.2014

Den Samstag verbrachten wir mit Packen, Autoeinräumen und Putzen. Die Stationsenten kamen zum Abschied auf dem Parkplatz vorbei. Wir gingen extra früh ins Bett und stellten uns zur Sicherheit drei Handys als Wecker. Und es kam eine SMS nach der anderen…
Bild des Tages: es ist noch Platz im Auto


Freitag, 16. Mai 2014

16.05.2014

Die letzten Tage verliefen wie üblich vor dem Abfahrtstermin.
Die letzten Bestellungen ließen auf sich warten (diesmal SVB, LED-Lampen und Sonnensegel). Jedes Jahr nehmen wir uns vor, alles schon im Herbst zu bestellen. Und dann läuft es doch wieder wie jedes Jahr.
Die ersten schweren Kartons haben wir am letzten Wochenende gepackt. Mit den großen Teilen (Matraze, Trampolin) haben wir alles am Mittwoch zur Spedition gefahren. Carola war überzeugt, dass nie alles auf einmal in den Golf passen wird. Von wegen, wir hatten einiges an Luft. Sogar mit dem Innenspiegel hatte ich freie Sicht nach hinten.
Gestern fiel Carola ein altersschwaches Auto auf, das viel zu schnell auf die nächste Kreuzung zusteuerte. Es hatte eine Preveza Autonummer. Der griechische TÜV (so es ihn gibt) ist ja großzügiger als der Deutsche, und jetzt kommen sie mit den Rostlauben zu uns…
Am Sonntag um 03.00 Uhr wollen wir aufstehen, um 14.00 Uhr geht die Fähre ab Ancona. 770 km. Die sollten in 10 Stunden zu bewältigen sein. Und 2 Stunden vorher soll man am Hafen sein.
Kaum zu glauben, die Solars haben sich wieder gemeldet. Sie sind in Preveza. Warum, wieso, mit eigenem oder fremden Schiff, darüber schweigen sie sich aus.
Bislang blieb das Wetter in Preveza regnerisch bei Temperaturen zwischen 15 und 20°. Ein Tief dreht sich über dem Balkan, in Österreich drohen Überschwemmungen. Der Regen kann sich aus Griechenland verabschieden, die Temperaturen wären ganz angenehm.

Die Tamora in der Südsee hat ganz ähnliche Probleme wie wir. Algenleichen im Tank führten zu einem Motorstillstand. Zunächst verdächtigten sie die Einspritzpumpe und vermuteten Öl im Dieselkreislauf. Ein Austausch der Ölpumpe beseitigte das Problem nicht, jetzt wird fleißig der Dieselfilter gewechselt. Kurz vor Weihnachten hätten sie fast ihr Schiff abgefackelt. Ein Kabelbrand unter den Bodenbrettern wurde zufällig entdeckt. Die Kabel sehen aus wie unsere, die Tamora ist auch ein französisches Schiff, eine Amel. Die steht eigentlich für hohe Qualität. Aber Franzose bleibt Franzose…

Mittwoch, 7. Mai 2014

07.05.2014

Beim zweiten Dienstantritt hatte ich dann kein Glück. Kein anderer Kollege stand da und wollte unbedingt meinen Dienst übernehmen. Und kleine Leckerli wie an Ostern waren auch nicht verteilt. Dafür haben wir eine neue Stechuhr, direkt am Eingang zum Büro.
Inzwischen sind 6 Pakte eingetroffen. Das Trampolin, eine Matratze, Schlauchschellen, 90° Flachsteckhülsen, usw. Ein Paket von SVB mit nicht ganz unwichtigen Teilen, u.a. einem Borddurchbruch, steht weiter aus.
Auf Station werden die Enten immer frecher. Inzwischen trauen sie sich die Eingangstreppen hoch auf die Veranda. Der Weg zum Haus füllt sich mit Tretminen.

Bild des Tages: Stechuhr

Sonntag, 4. Mai 2014

04.05.2014

Diesen Samstag fand wieder ein Volleyballturnier statt. Gleich nebenan in Vaterstetten. 75 Mannschaften waren auf  5 Hallen im Osten von München verteilt. Da ich diesmal mit meiner regulären Mannschaft spielte, war ein Turniersieg wie beim letzten Turnier eher unwahrscheinlich. Wir wurden aber auch schon in der ersten Runde in eine Gruppe mit den stärksten Gegnern gelost. Trotzdem gewannen wir eine Spiel und ein paar Sätze. Das war in der Endabrechnung nicht gut, denn wir kamen in der Zwischenrunde in die Gruppe der Zweitplatzierten. Einen Satz gewannen wir noch und machmal führten wir auch (1 : 0, so in der Größenordnung). Dafür gingen wir auch mal gewaltig unter mit 7 : 27. Ich musste mich vor dem letzten Spiel verabschieden, da ich Nachtdienst hatte. Dachte ich. Da standen wir zu zweit da. Ich hatte mich schon im Februar für die Samstagnacht gemeldet, im Plan stand ich für die Sonntagnacht. So durfte ich mich vom anstrengenden Tag erholen.
In der Grünfläche vor meinem Arbeitsplatz lassen es sich 2 Enten gut gehen. Obwohl kein Gewässer in der Nähe ist. Im Teich vor unserer alten Wohnung haben sie bereits 6 Junge großgezogen. Reife Leistung bei den vielen Katzen in der Nähe.
Bild des Tages: Schnatterente im Gras