Samstag, 17. September 2022

Mittwoch, 14.09.2022

 Als erstes wir in der Marina Bescheid gegeben, dass wir Hilfe beim Transfer einer Waschmaschine ins Boot benötigen. Das sei kein Problem, könne nur etwas dauern, weil viel los ist. Und es dauert natürlich. So wird viel Kleinkram erledigt. Bilgen kontrollieren, ebenso die Bilgenpumpen. Druckwassertank entwässern, Neue Relingsdrähte vorne montieren, Für zwei Drähte die Wantenspanner suchen und nicht finden. Eqirb testen, Auto waschen, vom Salz befreien, usw.

Und kurz vor Dienstschluss tauchen sie auf. 4 Mann und ein Gabelstapler. Einer schafft an, einer steht unnütz rum und zwei dürfen arbeiten. Vier Mann und die Waschmaschine werden auf Relingshöhe gehoben. Die Waschmaschine einfach runterheben verbietet der Anschaffer. Aus Sicherheitsgründen. Erst muss der stärkste Mann, vormals Staplerfahrer, an Deck kommen. Drei Mann tragen dann das Teil über Deck. Nicht immer nehmen sie den einfachsten, den kürzesten Weg. Im engen Schiff wird es dann richtig interessant. Irgendwann steht ein Mann genau da, wo die Waschmaschine hin soll, und kommt nicht mehr raus. Der einzige Ausweg, nach oben durch das Fenster.




Dienstag, 13.09.2022

 Aufstehen um ß8.00 Uhr. Und der Rest (der große Rest) des Gepäcks wird auf das Schiff gebracht und eingeräumt. Nebenbei wird das Innere des Schiffs geputzt. Eine längere Unterhaltung mit dem Nachbarn, der war den ganzen Sommer über hier. Bei über 40° im Schatten. Die Marina räumte schnell die Zufahrt unter das Schiff frei, wie üblich war ein Fahrzeug des Marina-Besitzers im Schatten unter dem Schiff geparkt.

Am Nachmittag ging´s zum Einkaufen nach Vonitsa. Und zu einem Cafe am Hafen. Dort lagen wie die Jahre zuvor viele verlassene Schiffe an der Mole. Statt diese zu entsorgen verlängerten sie die Mole nach Osten. Vom Cafe aus konnten wir einen Segler beobachten, der eins ums andere Mal vergeblich versuchte, gegen den Wind zu fahren. Immer weiter trieb er ab nach Lee. Auf den Straßen, den Cafes und Geschäften in Vonitsa war sehr wenig los. Keine Touristen, kaum Einheimische. Zurück in der Marina wird noch etwas gewerkelt, dann geht´s zum Duschen und zum Panos. Wieder sind einige Tische den ganzen Abend über unbesetzt. Bei weniger Wind ist der Sonnenuntergang nicht ganz so rot wie am Vortag. Aber kühler ist es. Kühl ist relativ. Im T-Shirt im Freien sitzen ist kein Problem. Vorausgesetzt man ist  mit Autan eingeschmiert. Die Mücken sind unverändert aggressiv.




Montag 12.09.2022

 Eine ruhige Nacht, nur einmal hat es etwas mehr geschaukelt. Aufstehen um 08.00 Uhr, Frühstück und einen ruhigen, windgeschützten, schattigen Platz an Deck gefunden. Mit Rückenwind und Dünung von hinten ging es mit 38 km/h nach Süden. Die fahren jetzt nahe an der italienischen Küste, warum auch immer. Kurz vor den ersten griechischen Insel nahmen Wellen und Wind etwas zu. Auch nach Passieren der Engstelle zwischen Korfu und Albanien blieb der Wind kräftig, trotz der Abschattung durch Korfu.

Fast pünktlich legten wir an, nur 30 Minuten zu spät. Und recht schnell kamen wir von Bord. Wohl geschuldet der geringen Passagierzahl.

Die Fahrt nach Preveza ging zügig voran. Noch bei Sonnenschein kamen wir in der Marina an. Schnell das Nötigste ausgeladen, etwas Putzen, die Betten bezogen und ab zum Panos. Dass wir in der Dämmerung arbeiten mußten, bescherte uns viele Mückenstiche. Die Viecher waren sehr aggressiv. Sie saugten sich gierig voll, selbst wenn die Hand zum Schlag über ihnen schwebte.

Die viele Feuchtigkeit in der Luft durch den anhaltenden starken Wind hatte einen sehr langen roten Sonnenuntergang zur Folge. Beim Panos war relativ wenig los, die Hälfte der Tische war frei. Natürlich gab es am ersten Tag Spaghetti und griechischen Salat.

Beim Radeln zurück schien der nicht mehr ganz runde Mond durch die vielen Masten der Schiffe an Land. Es folgte eine ruhige Nacht, ohne Musik aus der Disco. Nur warm war es, trotz des lange kräftigen Windes.




Sonntag 11.09.2022

 Minoan hatte uns schon vor 2 Wochen mitgeteilt, dass sich was bei unserer Buchung verändert hat. Zu unserer Überraschung nicht die Abfahrtszeit. Diese verschiebt sich sowieso nach hinten, das brauchen sie gar nicht erst ankündigen. Verändert hat sich die Fähre. Eine sehr wichtige Information.

Aufstehen um 05.00 Uhr. Abfahrt um 06.30 Uhr. Das ist schon angenehmer, als Aufstehen um 02.00 Uhr. Der Verkehr war natürlich etwas mehr. Viele Münchner, nicht ganz so viele aus Bayern und weniger aus dem Rest von Deutschland. Getankt wurde in Kufstein Süd, für 1,94 €. Bis zum Brenner gab es immer wieder Regenschauer. Und Regen(teil)bögen unter den Schauerwolken. Durch die Beladung stieg der Verbrauch auf 6 Liter. Den konnte ich bis Bozen auf unter 5 Liter drücken. Ab hier kamen viele Italiener mit auf die Straße.

Vor Affi staute es sich. Mit plötzlichen Abbremsern auf fast Null. Nach der Ausfahrt war der Verkehr weg, wie auch die meisten Deutschen.

Die Po-Ebene war überraschen grün, teils frisches, sattes Grün. Der Po und der Mincio waren nicht ausgetrocknet.

Vor Bologna staute es sich nochmals kurz bei der Einmündung in die Mailänder Autobahn. Danach war recht wenig los bis Ancona. Eingekauft wurde wieder beim Conad, dorthin zunächst in die Irre geführt vom Navi.

Am Ticketschalter war wenig los. Und wir waren ganz pünktlich, 3 Stunden vor der geplanten Abfahrt um 19.30 Uhr. Wir wurden überraschenderweise nicht wieder vom Zoll kontrolliert. Viele Wohnmobile (die meisten aus Deutschland) warteten an der Mole. Fähren waren natürlich noch keine da, weder unsere noch die nach Patras mit Abfahrt um 18.00 Uhr. Räder abladen und schnell zur Kirche hinauf. Viele Italiener waren unterwegs, auch später in der Fußgängerzone. Eine Kugel Eis für 1,50 €, eine groooße Kugel. Zurück im Hafen war zumindest die Patras-Fähre schon da und wurde ausgeladen. Unsere Fähre näherte sich auch schon. Erstaunlich schnell und ohne Stocken fuhren die LKWs und Autos raus. Nach Sonnenuntergang durften wir rein. Auf dem obersten Parkdeck, im Freien, wurden wir wie üblich eng geschlichtet. Nur warum, da auf dem Deck kaum die Hälfte belegt wurde. Abfahrt fast pünktlich, 1 Stunde zu spät. Ohne Auftanken der Fähre. Vielleicht ist Diesel jetzt in Griechenland billiger. Eine französische Rentnergruppe verzögerte das Essen etwas. Mit Google mußten sie die Speißekarte übersetzen. Sie hätten auch einfach in die offenen Töpfe schauen können. Und zuletzt bestellten sie alle Spaghetti. Sie hatten wohl Angst vor den fremden Speißen. Spaghetti und auf Wunsch frisch zubereiteter griechischer Salat für 15 €, das ist in Ordnung. Noch ein Besuch auf Deck mit sich im Wasser spiegelndem Vollmond und dann wurde geschlafen.









Samstag, 04.06.2022

 Die Nacht war ruhig, von der Straße hat man nichts gehört. Schön im Grünen gelegen ist es ja schon das Haus. Der Weg zum Eingang geht an einer Lavendelwiede vorbei, vier Katzen treiben sich rum, bevorzugt unter den Autoreifen.

Die Rückfahrt verlief ohne Probleme, kaum Verkehr und gutes Wetter.

Freitag, 03.06.2022

 Ausschlafen ist angesagt. Und bei fehlenden lauten Störgeräuschen möglich. Erst gegen 10.00 Uht wird gefrühstückt. Eine holländische Rentnerreisegruppe (ein ganzer Bus) hält die ganze Abwicklung auf, sehr zum Unmut der Truck-Fahrer. Ganz oben schnappen wir uns den mittigen, windgeschützten Platz auf der Bank und haben freie Sicht auf den Gargano. Eine weitere Grimaldi-Fähre kommt uns entgegen. Danach wird es langweilig. Kein Land, kein Schiff, kaum mehr Wind. Nur das Schnattern der rundum sitzenden Holländer. Mit 37 km/h ist die Fähre nicht langsamer als sonst, dennoch soll sie verspätet ankommen. Tut sie auch. Kein Wunder, da der Kapitän ständig Schlangenlinie gefahren ist. Anlegen kann er auch nicht. Ein Schlepper muss ihn an seinen Platz schieben. Relativ schnell sind wir draußen und auf dem Weg nach Senigallia. Hier finden wir eine Unterkunft, etwas außerhalb, in einem Olivengarten, in einem Industriegebiet. Kann man alles kombinieren… Zum Essen in die Stadt, die überrascht. Schöne alte Gebäude. Wikipedia hat nicht viel Informationen über die Stadt. Erst waren die Kelten da, dann die Römer. Irgendwann gehörte es zum Kirchenstaat, ein Papst kam 1700nochwas von hier. Und viele Messen habe es gegeben. Jetzt findet jährlich ein achttägiges Rockˋn Roll Festival statt. Fünf Gebäude sollte man ansehen, darunter das Geburtshaus des Papstes.

Erst beim dritten Lokal bekommen wir einen Platz, wir hätten reservieren sollen. Und es sind keine Touristen unterwegs. Die Bedienung und der Chef sprechen nur italienisch. Richtig viel ist nicht los, die Menschen konzentrieren sich auf zwei Straßenzüge. Die anderen Straßen sind leer. Wahrscheinlich sind sie alle an der Uferpromenade.

Donnerstag, 02.06.2022

 Wieder früh aufstehen und Fortsetzung des Packens und Aufräumens. Minoan hat sich per SMS gemeldet, die Fähre geht pünktlich ab. Allerdings kommt sie 3 Stunden zu spät in Ancona an. Da hat der Kapitän wohl einen kleinen Umweg eingeplant. Packen und Einladen geht einerseits so schnell voran, dass wir noch Duschen können, dann verlassen wir die Marina aber doch mit 30 Minuten Verspätung.

14.30 Uhr Abfahrt Marina, Preveza mit Besuch beim Bäcker, bei Thalia und der Eisdiele. Kaum Leute sind unterwegs am Hafen und in der Fußgängerzone. Die Griechen halten Siesta und die Touristen sind am Strand.  Tanken für 1,79 €, Diesel ist wieder etwas teurer geworden. 16.30 Uhr Abfahrt in Preveza. Gegen die untergehende Sonne nach Norden, immer wieder eine schöne Strecke. Und auch hier wenig Verkehr. Beidseits der Straße blüht es gelb, rot und weiß, Ginster und Pleander.  Im Landesinneren bauen sich große Gewittertürme auf, die es nicht bis an die Küste schaffen.

In Igoumenitsa das gleiche Spiel. Tickets holen am Schalter, wobei hier gähnende Leere herrscht. Niemand steht an. Kontrollen wieder etwas sonderbar. Kurzzeitig wollte der Grieche, dass ich das ganze Auto auslade.

Laut der Damen am Schalter sollten wir zu Kai 7. Bei 5 hört die Nummerierung auf. Die Florencia fährt gerade ein und legt neben 5 an. Wir sind der erste PKW, neben einigen LKW. Das Ausladen läuft gewohnt chaotisch ab. Ein junger Bursche steht an der Rampe und begrüßt immer wieder einen Fahrer freudig. Die Hände werden geschüttelt und er hat jedes Mal ein paar Scheine in der Hand.  Danach dürfen die Reinigungsfahrzeuge, die Lebensmittellieferanten und die Müllabfuhr an Bord. Alle werden auf blinde Passagiere überprüft. Nur in die Mülltrommel schaut keiner rein. Eigentlich wäre dann freie Fahrt ins Schiff, aber es wird noch geputzt. Ein Mann in Schutzanzug bewässert mit einem Rinnsal aus einem Wasserschlauch den Boden und die Wände. Ein anderer kehrt fünfmal den gleichen Fußweg über die Rampe. Das dauert natürlich. Inzwischen finden sich ein paar mehr PKW ein. Nicht mehr als 20. Dafür wird die Rampe zum PKW-Deck gar nicht erst heruntergelassen. Wir werden irgendwo zwischen die LKW gequetscht.

Pünktlich zum Sonnenuntergang sind wir an Deck, Lange bleibt es über Korfu rot, mit kleiner Mondsichel darüber. Und es ist angenehm war, trotz Wind reicht das T-Shirt. Eine andere Grimaldi-Fähre kommt uns entgegen, wahrscheinlich aus Brindisi kommend.