Dienstag, 28. Juni 2016

Montag 27.06.2016

In beiden Marinashops haben sie Bilgepumpen, in der Ionian sind sie deutlich billiger. Die unterbieten sogar die SVB-Preise. Das Taxiboot der Marina hat einen neuen Fahrer. Ganz langsam setzt er über und ganz vorsichtig legt er an. Ich schau zunächst bei Olga in der Stadtmarina vorbei und reservier mir ein paar Tage. Die Verwaltung der Plätze hat ihr Gehilfe übernommen. Sie kann sich auf das rumsitzen konzentrieren.
Kakaopulver, zwei Fahrradschläuche (beide 6 €) und weiße Farbe werden gekauft und nach einem kurzen Ratsch mit Thalia geht es wieder zurück. Bei beiden Überfahrten hat eine Schildkröte gewunken.
Zurück am Schiff werden erstmal die Schläuche gewechselt. Im hinteren Mantel steckt noch ein großer Dorn, welcher den Schlauch zerstochen hat. Zweiter Programmpunkt ist das Holzstreichen. Sehr unterschiedlich, wie die zwei Teile die Farbe aufsaugen.
Am späten Nachmittag ziehen viele tiefe Wolken schnell vom Meer her, wie Nebel. Da wird das Schiff wieder nass werden.
Bei Thalia ist viel los, Die Tenniskinder belegen zwei große Tische und ich treffe Richard. Der hat die Regatta als Sieger seiner Klasse beendet. Eine Nacht haben sie in Ligia verbracht, die soll sehr ungemütlich gewesen sein.

Bild des Tages: Fahrradwerkstatt^


Sonntag 26.06.2016

Da Regen hat natürlich nicht ausgereicht, das Deck zu reinigen. Damit ist Deckschrubben angesagt. Danach widme ich mich den Bilgepumpen. Im Gegensatz zum letzten Mal reagieren zwei nicht mehr. Bei näherer Betrachtung stellen sie sich als sehr eingerostet heraus. So oft wie zu Franzmanns Zeiten sind sie die letzten Jahre nicht in Gebrauch gewesen. Er hat wahrscheinlich täglich gelenzt, ich nie. Und die Verkabelung ist übel drauf. Die Listerklemmen können nur mehr raus geschnitten werden.
Gegen Abend zieht ein Gewitter aus Norden heran. Das darf laut Thaila nicht sein, aus Norden kommen keine Gewitter. Dieses ist anderer Meinung. Das ist eine neue Erfahrung, über einem entlädt sich ein Gewitter, und von der Seite scheint darunter prächtig die Sonne.

Bild des Tages: Alte Bilgepumpe

Samstag 25.06.2016

Während der Nacht bin ich nochmals raus und habe das zweite Sonnensegel eingerollt. Der Wind war einfach zu stark. Eine halbe Stunde später ist er natürlich wieder eingeschlafen. Abkühlung hat er ebenfalls keine gebracht. 29° waren es beim Aufstehen.
Im technischen Büro waren sie auch heute überrascht, als ich nach meinem Außenborder fragte. Ich durfte die ganze Geschichte ein weiteres Mal erzählen. Es hat sich gelohnt, der Außenborder sollte in einer halben Stunde gebracht werden. Und er kam pünktlich. Gerade war ich damit fertig, das Beiboot runter zu lassen und stabil zu lagern. Der Außenborder wurde gleich eingeschraubt, wobei sie es mit der mittigen Montage nicht so genau nahmen.
Es traf  heute tatsächlich eine Mail der Marina ein, jetzt durfte ich endlich meine Rechnung bezahlen. Und das ging ohne Diskussionen. Dabei habe ich den alten Chef getroffen. Der hat sich richtig gefreut, mich zu sehen. Ganz anders als sein unfreundlicher Sprössling.
Da es aus Süden sehr dunkel daherkam, habe ich das Schiff auf Regen vorbereitet, Sonnensegel und Moskitonetze weg gestaut. Erst um 15.00 Uhr dreht der Wind auf West. Kühler wird es erst mal nicht. Erst spät setzt der Regen ein, nicht ergiebig und nicht länger dauernd. In einer Pause radle ich zum Duschen und als ich das Häuschen verlasse ist der Hinterreifen platt. Sabotage!! Zu Thalia nehme ich zwar einen Schirm mit, aber es bleibt trocken. Die Nacht über tröpfelt es immer wieder mal.

Bild des Tages: Regenbogen


Samstag, 25. Juni 2016

Freitag 24.06.2016

Gleich früh am Morgen wird Wäsche gewaschen. Alle Waschmaschinen sind frei und ebenso die Wäscheleinen. Es war gut, das früh zu erledigen, denn im Lauf des Tages frischte der Ostwind sehr kräftig auf und viel Staub flog durch die Gegend. Ich hatte wirklich keine Ausrede mehr und begann mit dem Einziehen einer neuen Trampolinbefestigung. In der Hoffnung, dass SVB eine bessere, UV-stabilere Qualität liefert als das bisherige Fabrikat hatte. Zwischendurch musste ich wegen dem Sturm die Sonnensegel einrollen.
Der Kapitän des entmasteten Türken bekam Besuch von der Hafenpolizei. Sie unterhielten sich lange freundlich auf Englisch und nahmen ihn dann dennoch mit. Und er ward nicht mehr gesehen…
Dass es wirklich heiß ist zeigt sich beim Duschen. Wenn sogar ich kühleres Wasser will und dann mit der Mischbatterie am Anschlag lande, ist es heiß. Aus gleichem Grund reduziert sich die Sitzdauer beim Panos, weil man sonst mit auf den Plastikstühlen nass geschwitzten Hinterteilen durch das Lokal laufen darf.

Bild des Tages: Alte und neue Seile zur Befestigung der Trampolinnetze


Donnerstag 23.06.2016

Heute beschränkte sich die Arbeit auf Beschäftigungen im Schatten. Ein neuer Stecker kommt ans Landstromkabel. Franzmann hat ein amerikanisches Kabel europäisiert, aber mit frei fliegenden Litzen. Etwas angerostet war es innen auch.
Und die Toiletten wurden getestet. Beide laufen prächtig.
Der Sonnenschutz des Motorbedienpaneels erhält eine Halteschiene. Jetzt fällt das Holzbrett hoffentlich nicht mehr bei jedem Windstoß runter.
Bilder des Tages: Neuer Stecker alter Stecker.



Mittwoch 22.06.2016

Ich werde im Marina Büro vorstellig, um nach meiner diesjährigen Rechnung zu fragen. Und es ist schön, dass sich manche Dinge nie ändern. Ich habe ja bereits mit einer Mail letzte Woche  um Rechnungserstellung gebeten. Blondie war jetzt völlig überrascht von meinem Anliegen. Sie müsse da noch was bei Sofia nachfragen, ob ich in einer halben Stunde wieder kommen könnte. Kann ich natürlich, ich lasse ihnen auch eine ganze Stunde. Das Ergebnis ist das gleiche. Sofia hat auch nichts fertig. Sie schickt es mir heute noch per Mail. Wer´s glaubt…
Im technischen Büro lief es ähnlich. Keiner konnte sich erinnern, dass ich den Außenborder ans Schiff gebracht bekommen wollte. Sie würden die Außenborder immer ans Schiffliefern, wenn die gekrant worden seien. Wohl als letztes Pfand, wenn einer nicht gezahlt hat. Ihrer Argumentation, dass es einfacher sei,an ein Boot im Wasser zu liefern, kann ich nicht folgen. Auch da muss das Beiboot runtergelassen werden, alles wackelt und wenn was runterfällt, verschwindet es im Wasser.
Ich erledige dann letzte Aufräumarbeiten unter dem Schiff. Nachdem ich dabei soviel Holz in die Finger bekomme, erhalten die Navigationsinstrumente neben dem Steuerrad eine Holzabdeckung. Die Plastikteile waren in der Sonne zerbröselt und wurden nur mehr durch Klebeband an ihre alte Form erinnert.
Nachdem sie schon gestern viel gemessen und Gerümpel weggeräumt hatten, kam heute eine türkische Gullet aus dem Wasser. Beide Masten fehlten. Die Teile sind halt nicht zum Segeln gebaut, sondern als Ausflugsboot.
Auf dem Weg zu Thalia eine Neuheit. Der Tunnel war gesperrt. Das erinnert jetzt an die Münchner Stammstrecke… Irgendwann ging es weiter und man durfte einspurig an einigen Pumpwagen vorbeifahren. Ein voll gelaufener Tunnel unter dem Meer???
Bild des Tages: Entmasteter Türke


Dienstag 21.06.2016

Aufräumarbeiten unter dem Schiff sind eine schmutzige Arbeit, aber der Arbeitsplatz ist angenehm kühl. Viele Metallkleinteile sind vom Staub zu befeien und im Schiff zu verstauen. Nachdem die Sonne ausreichend weit gewandert ist, wird das Beiboot hochgezogen. Das geht nur in Etappen, weil das Seil des Flaschenzugs nicht lange genug ist, um das Beiboot vom Boden hoch zu ziehen. Überhaupt muss sich das Seil erst wieder mal entfalten.  Die freie Rolle des Flaschenzugs runter zu ziehen erfordert etwas Improvisation mit dem Bootshaken und Balancieren auf einem leeren Bietragerl. Das Beiboot als nächstes hoch genug zwischenlagern ist das nächste Kunststück. Natürlich fehlen zunächst ein paar Zentimeter. Also das Beiboot leicht per Hand anhaben und ein weiteres Brett nach dem anderen drunter schieben. Irgendwann hängt es an seinem Platz.
Das Wetter war heute wie es sein soll. Blauer Himmel, nachmittags eine leichte Brise aus West, abends Ostwind mit etwas Kühle für die Nacht. Die Fliegen sind verrückt geworden vom Wetter. Beim Panos ist es fast nicht auszuhalten. Zum Glück kommen sie nicht bis zum Schiff.
Freude bereitet der Kühlschrank, bzw. die Batterie. Zunächst lief der Kühlschrank etwas sonderbar. Zur Nacht auf 4 zurückgedreht ging er in den Sparmodus, selbst als die Batterie noch genügend Volt hatte oder auch als der Batterielader zugeschaltet war. Die Nacht durchlaufend auf höchster Stufe 7 geht der Kühlschrank jetzt in der Nacht auch in den Sparmodus, schaltete sich aber immer wieder ab. Und die Kühlakkus im Gefrierfach bleiben durchgehend gefroren.

Bild des Tages: Beiboot an seinem Platz (wenn auch ohne Außenborder…)