Freitag, 22. März 2024

Samstag, 17.02.2024

Morgens brauchen wir wegen der Kälte immer etwas länger, bis wir mit den geplanten Aktivitäten starten. Und die Planung ist immer nur ein Vorschlag. So zieht sich die Nacharbeit mit dem Küchenregal in die Länge. Es mußte abgesenkt werden, da sich das Fenster darüber nicht mehr öffnen ließ. Also wieder auseinanderbauen, einzelne Teile absägen, Schnittkanten rund raspeln, neue Löcher bohren und erst mal falsch zusammengebaut. So ganz stabil ist es nicht, es fehlt (schon von Vornherein) eine Schraube und zwei senkrechte Leisten müssen noch verbunden werden. Es folgt ein Besuch auf dem „Speicher“. Die Position der tragenden Holzbalken muss bestimmt werden, um zwei schwere Lampenschirme sicher zu verankern. Theoretisch sollte das funktionieren. Nur für die Küchenlampe ist zwischen der Rigipsplatte und dem Balken ein 10 cm weiter Spalt. So lange ist der vorab gekaufte Haken nicht. Kleinkram wird erledigt, die letzten Vorhänge angebracht und Wäsche gewaschen. Die Waschmaschine läuft, gibt aber beim Schleudern unverändert quietschende Geräusche von sich. Es folgt etwas Gartenarbeit. Die schwer erreichbaren letzten Zitronen werden gepflückt, der Zitronenbaum zugeschnitten und viele Qumquats geerntet. Es folgt ein Radlausflug nach Aghios. Jetzt sind schon 2 Camper im Wäldchen vor Aghios, zwei Franzosen. Diesmal ist die Chefin selbst im Cafe und erinnert sich sogar an uns. Und Panos fährt vorbei, bremst und steigt aus, um uns zu begrüßen. Er ist der Onkel der Cafebesitzerin. Etwas spät radeln wir zurück, die Sonne ist schon untergegangen, als wir am Haus ankommen. Entsprechend kühl ist es.



Freitag, 16.022024


Die Duschwand wird mit einem Querbalken aus Holz stabilisiert. Die Nut für das Plexiglas auf die richtige Größe zu bringen zieht sich. Zumal uns die Griechen mit einem längeren Stromausfall unterhalten. Qumquats werden eingekocht, auch unterbrochen durch fehlenden Strom.

Später fahren wir nach Lefkas. Das dauert etwas länger, da in beide Richtungen der Verkehr angehalten wird. Warum wird nicht ersichtlich. In der Lagune vor Lefkas, direkt neben der Straße, tummeln sich viele Flamingos. Die lassen sich von den Bauaktivitäten für die neue Autobahn und den Verkehr nicht stören. Die Einfahrt nach Lefkas Stadt wurde neu gestaltet. Ein Kreisverkehr mit Kopfsteinpflaster. Das wird bei dem Verkehr nicht lange halten. In der Stadt sind fast alle Geschäfte geschlossen, aber die Parkplätze sind gut belegt. Nur an der Hafenpromenade finden wir ein offenes Restaurant. Mit Kaminfeuer. Das braucht es schon, als wir ins Auto steigen zeigt das Thermometer 5° an.


Donnerstag, 15.02.2024

Der Einbau der Duschwand steht auf dem Programm. Erst wird die Wandleiste angebracht, dann ein Teil der selbigen als Fußleiste. Klingt einfach, zieht sich aber. Vor allem, weil die (schon etwas betagte) Bohrmaschine mit den harten griechischen Wänden nicht zurecht kommt. Also nochmal zum Schiff, um die nicht ganz so alte (20 Jahre alt) Bohrmaschine zu holen. Da haben sie doch glatt zwei weitere Kats vor die Habanera gestellt. Mit Schlagbohrmöglichkeit sind die Löcher rasch gebohrt.

Zur Ablenkung und zum Einkaufen radeln wir schnell nach Aghios. Die Cafes haben geöffnet, die Restaurants nicht. Im Wäldchen bei Aghios steht ein französischer Camper, am Kiterstand übt ein einsamer Winger.

Zurück am Haus wird die Plexiglasscheibe eingepaßt und das war´s für heute.



Mittwoch, 14.02.2024

Diese Nacht war etwas kühler…

Kostas kam vorbei und half, den Laser vom Dach heben. Und dann erzählte er viel. Dass ein Resort geschlossen hat und 200 Laser zurücklies. Er hat sich zwei geholt, entkernt und sie als Motorboot für die Lagune verwendet. Die Frösche haben noch nicht ihre größte Lautstärke erreicht, das ist im März. Der Zufluss zum See ist verlandet, der Bagger zum ausbaggern ist kaputt und die 35 Besitzer des Sees können sich nicht wegen den Reparaturkosten einigen. Deswegen gibt es dieses Jahr keinen Wasseraustausch mit dem Meer und im Süßwasser werden sich die Mücken ganz furchtbar vermehren. Der Schäfer vorne am Eck ist ein Albaner. Die griechische Regierung legt immer neue Programme auf. Erst wurden Strauße subventioniert, dann Schweine, jetzt Rehe. Also hält sich der Albaner Rehe. Irma, der alte Hund, wurde von einer Ausländerin als herrenlos angesehen und mitgenommen.

Später werden die Zitronen und Orangen geerntet, danach der „Rasen“ gerecht. Wir fahren zur Marina, um Werkzeug aus dem Schiff zu holen. Panos und das Cleo-Restaurant haben erwartungsgemäß zu, aber dass die Wassermarina der Cleo komplett leer ist, überrascht. In allen Marinas wird fleißig gearbeitet, mehr oder weniger. Es wird auch viel Kaffee getrunken. Der Platz vor dem Schiff ist mit der Nilson-Flottille zugestellt. In der Lagune hinter dem Schiff sucht ein einzelner Flamingo nach Nahrung, vor schneebedeckten Bergen im Hintergrund.

Zurück am Haus werden die Solarleuchten mit Akkus bestückt und aufgestellt, zum Testen, welche noch funktionstüchtig sind.

Nach einem kurzen Ausflug zum einsamen Strand mit Sonnenuntergang gibt es Kaiserschmarrn.



Dienstag, 13.02.2024

Erstmal ausschlafen, bis 08.30 Uhr. Frühstücken und los gingˋs mit den Arbeiten. Das Auto weiter ausräumen und Innenputz des Hauses. Zwei Eckregale, ein Schuhregal und die Infrarotheizung wurden zusammengebaut. Und die Induktionsplatte eingeweiht. Alles funktionierte.

Zitronen, Orangen und Qumquats sind reif, die schon am Boden liegenden Früchte wurden aufgesammelt.

Um 17.00 Uhr fahren wir zum Einkaufen nach Vonitsa. Im Hafen ist kein Schiff bewohnt, es ist sogar mal ein Platz frei. Aber hier haben alle Restaurants und Cafes auf.



Montag, 12.02.2024

 Ausschlafen bis um 09.00 Uhr. Gelegentlich hat es in der Nacht heftiger geschaukelt. Und der Anker hat geklappert. Das Fenster der Kabine ging nach vorne, das wurde immer wieder von Spritzwasser getroffen.

Die Tische im Self service waren wie gestern Abend kaum besetzt. Und im Westen war immer noch Land in Sicht. Da ist die Fähre wohl wetterbedingt von ihrer Route abgewichen und im Schutz des Festlandes geblieben. Wir waren auf Höhe von Brindisi, der große Schornstein am Hafen war gut zu sehen. Bis zum Stiefelende blieben wir in Landnähe. Wegen der kühlen Luft war die Sicht so gut, dass man alle drei Länder gleichzeitig sah, Italien, Albanien und die erste griechische Insel.

Die ganze Zeit war über uns ein dunkles Wolkenband. Das erübrigte die Suche nach ein Platz mit oder ohne Sonne. Wind- und Regenschutz waren entscheidend. Den gab es mit Blick nach hinten. Normalerwiese drängen sich hier die Menschen, wir waren alleine. Irgendwann wurde es doch zu kalt und wir zogen uns wieder in die Kabine zurück. Bis die Aufforderung zum Kabinenräumen kam, bei der Engstelle zwischen Albanien und Korfu. Jetzt regnete es durchgängig mehr oder weniger heftig. Laut Ansage vom Morgen sollen wir sogar früher als geplant anlegen, um 17.00 Uhr.

Daraus wurde natürlich nichts. Mit einer Stunde Verspätung haben wir angelegt. Das Rauskommen war allerdings schnell erledigt, wegen den wenigen Autos.

In Plataria hatte nur ein „Lokal“ geöffnet, eine Gyros-Imbiss-Stube. Die gleiche, bei der wir letztes Mal draußen gegessen haben. Daran war heute nicht zu denken. Es hat geschüttet wie noch was. Das Essen war gut, das Fleisch sehr fein. Die Wirtin sprach perfekt deutsch, sie hat lange in Niedersachsen gearbeitet. Das Fleisch holen sie täglich frisch, das Gemüse ist ebenfalls frisch aus der Gegend. Im Sommer sind die Tomaten allerdings besser, meinte sie.

Durch weiter strömenden Regen gingˋs nach Preveza. Ungewöhnlich viele LKWs kamen entgegen. Und bei Vrachos sowie neben Preveza haben sie einfach Kreisverkehre neu gebaut. Das war nicht die letzte Überraschung. Nach dem Tunnel war die Abzweigung zu den Marinas verschwunden. Es ging direkt weiter auf der Autobahn. Zum Flughafen gab es eine Ausfahrt, über die kamen wir auf die alte Straße nach Lefkas. Die kleine Straße zum Haus war stellenweise überschwemmt, dadurch war das Ausweichen wegen den Schlaglöchern oft Glückssache. Außer bei Kostas und dem Schäfer war kein Haus beleuchtet.

Beim Aussteigen wurden wir von einem sehr lauten Froschkonzert begrüßt. Wirklich eindrucksvoll. Im Haus war der Boden teilweise bedeckt mit toten Tausendfüßlern und Asseln, die wurde schnell rausgekehrt. Und bei Regen wurde das Auto entladen, die Bettwäsche war ungeschickterweise zuunterst gelagert.

15° hatte es im Haus, zusätzlich zur Bettdecke wurde der Schlafsack drüber gebreitet.



Sonntag, 11.02.2024

Aufstehen um 04.15 Uhr, Abfahrt um 05.15 Uhr, etwas als üblich, wegen dem angekündigten Schneefall am Brenner. Es schüttet bei der Abfahrt, und weiter durch Österreich, bei zunächst 7°. Am Brenner geht es kurz runter auf 1° mit Schneeregen. Durch die Poebene begleitet uns Nieselregen, danach kommt sogar mal die Sonne raus bei bis zu 18°.

07.45 Uhr am Brenner, um 14.45 Uhr beim Check-In Schalter in Ancona.  Verkehrstechnisch war es ideal. Kaum LKW, wenig Verkehr. Bis Bozen hauptsächlich Deutsche, danach Italiener, viele mit Ski auf dem Dach, anscheinend Rückkehrer aus den Skigebieten. Nur von Bozen bis Verona war etwas mehr los. Selbst durch Bologna und weiter nach Rimini war die Autobahn praktisch leer.

Und beim Check-In war auch nichts los. Nur ein Schalter war offen. Und wir waren nicht das einzige Auto mit Laser. Ein Schweizer hatte auch einen auf dem Dach und vier hinten auf dem Anhänger.

Am Fähranleger war ebenfalls alles leer. Die Superfast kam gerade an, sie fuhr später mit einer Stunde Verspätung ab. Diesmal ohne Fahrräder gingen wir zu Fuß in die Fußgängerzone. Mitten hinein in einen Faschingsumzug. 37 Gruppen stellten sich vor und zogen zum Festplatz. Vorneweg eine Samba-Tanzgruppe, dahinter viele Schulen und Erasmus-Studenten. Unsere Eisdiele hatte geschlossen, aber wir fanden zwei andere. Kalt war´s, die Daunenanoraks waren genau richtig.

Unsere Fähre war bei unserer Rückkehr an den Hafen noch nicht da, sie kam gegen 18.30 Uhr. Und kaum zu glauben, sie war schnell ein- und ausgeladen. Keine Überraschung bei nur 30 LKW, die anstanden und noch weniger PKW. Das obere Parkdeck wurde gar nicht geöffnet und auch auf dem darunter blieb viel frei. Nur mit 10 Minuten Verspätung legten wir ab. Bei Dunkelheit, nicht wie üblich bei Sonnenuntergang. Nachdem die Küche um 20.00 Uhr öffnete, gab es viel Spaghetti. Kein Anstehen, viele freie Tische. Diese Fahrt dürfte wohl nicht kostendeckend gewesen sein.

Und es schaukelte, kräftig, große Wellen von vorne. Trotzdem wurde es eine ruhige Nacht.