Sonntag, 25. September 2022

Dienstag, 20.09.2022

 Und nochmal geht es in den Süden von Lefkas. Athani ist der Ausgangspunkt der Tour zu den „berühmten“ Stränden der Westküste. Katsiki, Engremni und Gialos. Ersterer ist immer wieder unter den schönsten Stränden weltweit. Schön mag er sein, aber mit zu vielen Menschen. Hauptsächlich aus dem Ostblock, Die Zufahrt zum Engremni-Strand ist eine Sache für sich. Die Straße endet an einem Parkplatz, an dem ein Grieche sitzt wie die Spinne im Netz. Wer parken will, muss zahlen. Und parken muss man. Außer man kommt mit dem Rad. Das kann man durch ein Gatter schieben und weiter die Straße runter fahren. Eine steile Straße mit vielen Serpentinen. Ganz runter bis zum Strand gehtˋs nicht, da muss man Treppen steigen. Die ganze Küste hier sieht sehr instabil aus, kein fester Fels, nur lockeres Geröll. Neben der Straße sind daher immer Fangnetze.

Der letzte Strand, Gialos, ist subjektiv der schönste. Die Serpentinen führen bis zum Strand. Und es ist weniger los als bei den beiden anderen. An allen ist der Sand weiß, das Meer türkis.

Zurück geht es über Nidri und das dortige Cafe mit Blick auf den Hafen.

In der Lagune nach Lefkas tummeln sich wieder viele Flamingos.

Und beim Panos ist heute nichts los. Warum auch immer.






Montag, 19.09.2022

 Diesmal ist der Süden von Lefkas dran, für eine Radltour. Start in Vassiliki, ein Ort mit viel Tourismus. Hinauf nach Aghios Petros auf Schleichwegen und weiter nach Nikolis und Manassi. Begegnende andere Fahrzeuge 0, in Worten Null. Nicht zu glauben. Die Strecke ist auch noch frisch geteert und führt durch schattige Wälder. Östlich verläuft ein Bergrücken, der laut Karte der höchste von Lefkas ist, Aber ohne eigenen Namen. Laut Wiki ist der Elati der höchste Berg. Der soll im Nationalpark liegen. Da ist er aber nicht, sondern ein paar Kilometer daneben, mit einem Sendemast obendrauf.

Über Chortata und Komilio geht es abwärts, mit einem kurzen Abstecher nach Westen für einen Ausblick auf das Meer. Wobei man das Meer ständig im Blick hat, im Süden und Osten. Ithaka liegt im Süden, dahinter Kefalonis, weiter im Süden sieht man Zakynthos im Dunst. Die Sicht ist einwandfrei, die Luft ganz klar.

Auf dem Rückweg in Nidri der übliche Stopp für eine Kaffeepause. Die Fähre nach Meganissi legt wie immer pünktlich um 17.00 Uhr ab. Diesmal kommt sie nochmals zurück. Einer hat es sich anders überlegt und will doch dableiben. Eine sehr individuelle Transportgestaltung.




Sonntag, 18.09.2022

 Viel Wind die ganze Nacht über, aber kein Regen. Kaum ein Segler traut sich heute auf´s Meer. Wir erledigen erst Kleinkram, unschlüssig, was wir mit dem Wetter anfangen sollen. Letztlich doch eine Radltour auf Lefkas. Wieder ist viel Verkehr, 4 Flugzeuge am Terminal. Start in Aspen, weiter nach Karia, Exantheia, Drymonas. Einen anderen Radler treffen wir, die anderen Touristen sind in Mietwagen unterwegs. Aber nicht sehr viele. Vor dem Wind sind wir beim Hochfahren geschützt, abwärts müssen wir gelegentlich strampeln. Paraglider sind heute nicht in der Luft. Durch die großen Wellen ist das Meer an den Sandstränden weit hinaus milchig grün aufgewühlt. Außer einem Frachter ist kein Schiff zu sehen. Dabei ist die Sicht sehr gut, bis Korfu sieht man. Am Hafen von Lefkas Stadt herrscht gähnende Leere. Die meisten Charterschiffe sind unterwegs, bis auf die kaputten. In der Fußgängerzone tummeln sich noch einige Touristen, viele Engländer, Osteuropäer und ein paar Amerikaner.

Heute gibt es Kaiserschmarrn.

Und große Überraschung, die Disco bleibt stumm.




Samstag, 17.09.2022

 Ruhige Nacht und schönes Wetter, so soll es sein.

Zuerst wird etwas Kleinkram erledigt. Die Sonnenschutzfolie für ein Trampolin wird angebracht. Man könnte natürlich die Trampolins ganz entfernen, dadurch wären sie noch besser geschützt. Aber dann wären zwei Fallgruben auf dem Schiff und irgendwann würde sich jemand abstürzen. Mit den Planen stellt sich natürlich das Problem, dass Regenwasser abfließen muss, die Planen haben ja keine Löcher, wie das Trampolin. Und die Planen müssen gut befestigt sein, da der Wind nicht durchbläßt, wie durch Trampolin. Zur Erhöhung, dass das Wasser abfließt, versuche ich es mit einem Fender auf dem Trampolin. Heute Abend oder Nacht soll es gewittern, da wird sich zeigen, ob es funktioniert.

Ein erster Radlausflug steht an. Auf der ersten strecke kommen uns viele Autos entgegen. Wechseltag auf Lefkas. Um dem zu erwartenden Stau zu entgehen, wird Palairos zum neuen Ziel. Am Flughafen stehen 5 Maschinen, unter anderem Condor. So viele auf einmal habe ich da noch nie gesehen.

In Palairos treffen wir auf eine Touristengruppe, die gerade eine Führung erhält. Irgendwas skandinavisches. Der kleine Hafen ist voll, jetzt abgetrennt durch eine Schranke. Vor dem Hafen liegen 20 Schiffe vor Anker, wieder ein Rekord.

Die Straße direkt entlang am Ufer ist fertig. Nach 5 Jahren?? Gekostet hat es 6 Mio. € EU-Gelder. Im Strandhotel Palairos ist viel Aktivität, Tauchen, Segeln, Surfen, Radfahren. Ein richtiges Club-Hotel. Unterwegs begegnen uns später zwei Radlergruppen. Andere Touristen sind hier nicht unterwegs. Immer wieder auf und ab geht es zur One-Tree-Bay. Nur ein paar Schiffe einer Flottille liegen dort. Am Strand von Varkos ist ebenfalls wenig los. Die wenigen Häuser am Strand haben schon eine exklusive Lage, direkt am Strand, diesen praktisch für sich alleine. Abgesehen von 3 Wohnmobilen, die sich hierher geschlichen haben.

Am langen Sandstrand vor Paleiros stehen ebenfalls 10 Wohnmobile. Irgendwie habe sie sich an den Schranken zur Höhenbeschränkung vorbei geschlichen.

Die Mole des Hafens wurde auch hier inzwischen von Chartergesellschaften übernommen. Nur noch wenige Privatschiffe behaupten sich dazwischen.

Im Cafe an der Hafenpromenade haben sie die Preise leicht erhöht.

Zurück in der Marina wird das Schiff auf das angekündigte Gewitter vorbereitet. Schwül ist es, aber der Himmel im Westen ist wolkenlos. Nach dem Abendessen beim Panos blitzt es im Nordosten heftig, ständig. Jede Sekunde ein Blitz. Das zugehörige Gewitter bewegt sich nicht und löst sich auf. Der für die Nacht von beiden Wetterberichten angekündigte Regen bleibt ebenfalls aus.

Aber die Disko im Portokali ist wieder zum Leben erwacht. In erträglicher Lautstärke.





Samstag, 17. September 2022

Freitag, 16.09.2022

 Ein erster Ausflug nach Lefkas. Wieder mal die Dörfer der Westküste ansehen. Die neue Straße ist erwartungsgemäß noch nicht fertig. Sie wird wohl auf der gleichen Höhe gebaut, wie die alte Straße. Also eigentlich nur eine Verbreiterung. In Aghios Nikita herrscht reges Treiben. Die Straße ist zugeparkt und die Massen strömen zum Strand. Der muss was ganz besonderes sein. In Kalamitsi wandern wir etwas umher und werden am hellichten Tag von Mücken zerstochen. Das verdirbt den Spaß am Rumschauen. Ein Stopp in Lefkas zum Einkaufen und weiter zurück. Nach Aghios Nikolaos parken wir im Kiefernwäldchen an der Lagune und wandern zu einer Bauruine hoch. Zu verkaufen, aber in was für einem Zustand. Die Leerrohre für die Stromkabel noch offen, keine Wände verputzt. Kein Strom, kein Wasserzubringer. Und drei riesige Hornissennester in den Ecken. Eines ist gut bevölkert.

Zurück in der Marina wird am Schiff Kleinkram erledigt. Schnürl sortieren und einen ersten Sonnenschutz für das Trampolin anbringen. Ich bin noch auf der Suche nach einer Konstruktion, die verhindern soll, dass sich in der Plane Wasser ansammelt. Eine kurze Wanderung den Strand entlang zum ehemaligen Liegeplatz des Schwimmkrans. Der ist tatsächlich verschwunden. Alle Spuren am Strand wurden beseitigt, bis auf eine Taurolle.

Viele Schiffe fahren heute hin und her. Alle wollen wohl auf den letzten Drücker zurück zum Charterstützpunkt.

Beim Panos ist unverändert wenig Betrieb. Dafür gibt es auch hier viele Mücken. Die kriechen sogar in die Hosenbeine.

Sehr erfreulich ist das Ausbleiben der Beschallung durch das Portokali. Das hat wohl wieder einmal Pleite gemacht. Kein Licht brennt dort. Uns soll es recht sein.



Donnerstag, 15.09.2022

 Deckreinigen stand an. Schon die Vorbereitung dauert seine Zeit. Jeden der zwei Hochdruckreiniger richtig platzieren, dass sie nicht im Wasserstaub stehen, ebenso die Kabelrolle richtig aufstellen. Wasserschläuche anschließen, alle Luken schließen, alles andere von Deck entfernen. Und irgendwann wird gestrahlt. Diesmal ist das Deck nicht ganz so dreckig. Teilweise ist es schwierig zu erkennen, wo man schon drüber gegangen ist. Immer wieder müssen Hochdruckreiniger und Kabelrolle umgestellt werden, dass sie nicht nass werden. Und irgendwann dreht auch der Wind und alles wird neu aufgestellt. Zwischendurch platzt ein Schlauch. Das Aufräumen der Gerätschaften dauert wieder seine Zeit.

Es ist aber noch nicht zu spät, an den Kite-Strand zu radeln. Die Straße nach Lefkas ist weiter gesperrt und wir haben sie fast für uns alleine. Bis auf die Ortskundigen, welche die Abkürzung am Kite-Strand vorbei kennen. Die Schlaglöcher auf dieser Strecke sind größer und mehr geworden. Große Überraschung, am Strand ist kaum was los. Wenig Camper, gerade mal 5 Kites im Wasser. Und ein Winger. Einer der Kiter bietet immerhin eine tolle Vorstellung, Sprünge und Tricks, die alle spielerisch einfach aussehen. Trotz Gegenwind ist das Radeln zurück sehr entspannend, geschuldet der flachen Strecke.

Früh zum Duschen, um nach Preveza zu fahren. Die Katar bewundern. Die Privatyacht des Emir von Katar. 120 m lang, 2010 gebaut für 400 Millionen €. Jährliche Unterhaltskosten geschätzt 30 Millionen €. 60 Mann Besatzung, maximal 28 Gäste. Die 14. Größte privatyacht der Welt. Was die in Preveza verloren hat? Zuletzt war sie in Antibes. Und dort hat sie ihr AIS ausgeschaltet und ist hierher gefahren. Eindrucksvoll ist sie schon, mit Hubschrauber auf dem Achterdeck. Einem der vielen Achterdecks.

Die Preveza-Marina hat Fahrt aufgenommen. Viele große Yachten und Betrieb in den Geschäften entlang der Stege. Keine Container mehr zum Duschen und fürs Marina-Büro.

Der Ausbau der Hafenpromenade ist abgeschlossen. Jetzt gibt es in den Weg eingelassene Lichter. Bei Thalia ist viel Betrieb. Und große Überraschung, sie jammert nicht, das Geschäft im Sommer war gut. Aber eine ganz andere Kundschaft als früher, viel aus dem Ostblock, Serben, Slovaken, usw. Und heiß sei es gewesen, im Juli und August. Nur 2-3 Stunden in der Nacht habe man schlafen können.

In der Fußgängerzone ist viel los, fast alle Geschäfte haben geöffnet. Zweimal Eis kostet 3 €. Auch Thalia hat ihre Preise noch nicht erhöht. Bei der Rückfahrt durch Preveza ist ebenfalls ungewohnt viel Betrieb.




Mittwoch, 14.09.2022

 Als erstes wir in der Marina Bescheid gegeben, dass wir Hilfe beim Transfer einer Waschmaschine ins Boot benötigen. Das sei kein Problem, könne nur etwas dauern, weil viel los ist. Und es dauert natürlich. So wird viel Kleinkram erledigt. Bilgen kontrollieren, ebenso die Bilgenpumpen. Druckwassertank entwässern, Neue Relingsdrähte vorne montieren, Für zwei Drähte die Wantenspanner suchen und nicht finden. Eqirb testen, Auto waschen, vom Salz befreien, usw.

Und kurz vor Dienstschluss tauchen sie auf. 4 Mann und ein Gabelstapler. Einer schafft an, einer steht unnütz rum und zwei dürfen arbeiten. Vier Mann und die Waschmaschine werden auf Relingshöhe gehoben. Die Waschmaschine einfach runterheben verbietet der Anschaffer. Aus Sicherheitsgründen. Erst muss der stärkste Mann, vormals Staplerfahrer, an Deck kommen. Drei Mann tragen dann das Teil über Deck. Nicht immer nehmen sie den einfachsten, den kürzesten Weg. Im engen Schiff wird es dann richtig interessant. Irgendwann steht ein Mann genau da, wo die Waschmaschine hin soll, und kommt nicht mehr raus. Der einzige Ausweg, nach oben durch das Fenster.