Mittwoch, 6. August 2014

Dienstag 05.08.2014

Die Franzosen verschwanden früh und den Vormittag hatten wir Ruhe in der Bucht. Abgesehen von einigen Beibootfahrten der anderen beiden Deutschen. Am Nachmittag kamen drei weitere Deutsche und zwei Franzosen. Und ein Italiener mit 20 Leuten auf 42 Fuß. Die waren auf Party aus, grölten und drehten das Radio voll auf. Wir hatten Glück, unsere Bucht war ihnen längerfristig wohl zu ruhig und sie verschwanden am Abend wieder Richtung Preveza. Nach Sonnenuntergang hatten wir im Nordosten ständiges Wetterleuchten, ohen dass wir Wolken gesehen hätten. Zwei in Calsky nicht registrierte Satelliten zogen Richtung Nordosten über uns und viele Flieger waren unterwegs. 

Montag, 4. August 2014

Montag 04.08.2014

Der erste Engländer hatte bereits in der Morgendämmerung abgelegt, der zweite folgte ihm rasch nach. Die Epikur blieb und unterhielt und mit Dieselgebrumm. Wir hatten gestern um 22.00 satte 12,7 Volt in der Batterie. Es scheint, die Batteriekapazität wird mit der Zeit immer besser. Tagsüber kam ein deutscher Kat vorbei und der Skipper ließ Ankermanöver fahren. Warum der Anker immer quer zur Windrichtung rückwärts eingefahren werden musste, habe ich nicht verstanden. Auch, warum er immer einen Kreisel um uns fahren musste, um an seinen Ankerplatz zu gelangen. Der Wind schaffte es heute, die Temperatur tags knapp unter 30° zu halten. Dabei hatte es am morgen herbstlich ausgesehen, mit Nebel und nassem Deck. Später kamen ein Deutscher und drei Charterschiffe mit Franzosen. Letztere scharten sich in einem Eck der Bucht. Kaum waren die Anker unten (nicht eingefahren) wurden die Beiboote gewassert und auf einem Schiff gerudelt. Das Gebrabbel wurde diesmal von Musik und Dieselbrummen übertönt. Am Abend entdeckten wir über den Hügeln bei Vonitsa einen Gleitschirmflieger. Bis zum Einruch der Dämmerung hielt er sich über dem Bergkamm. Drei Pelikane und viele Flieger hatten für Abwechslung am westlichen Horizont gesorgt.

Bild des Tages: Leere Bucht vor Einfall der Franzosen 

Sonntag 03.08.2014

Heute Nacht um 05.00 habe ich gleich reagiert, als ich die ersten Tapser auf Deck hörte. Von wegen, Katzen schleichen… Mein Klopfen an die Decke reichte wohl schon. Als ich draußen war, lief die Katze bereits auf dem Steg zurück zu ihrem Schiff. Ein heruntergekommenes Schiff, auf dem zwei Deutsche hausen. Bis gestern lag es im Päckchen an einem Kat. Der hat dann abgelegt und das alte Teil an den Steg manövriert. Anscheinend geht deren Maschine nicht mehr.
Bei der fahrt durch das Hafenbecken fällt uns auf, dass heute extrem viel Dreck im Wasser schwimmt. Trotzdem tummeln sich hier zwei Turtels und winken uns zu.
Unterwegs treffen wir die Sailing Holiday Flottille, 20 Schiffe, alles Engländer und alle haben es sehr eilig. Dann entdecken wir voraus die Solarwave. Und wir holen auf, und zwar schneller als gedacht. Aus einem lockeren Überholmanöver wird nichts, sie kommt uns entgegen.
Die Ökos sind mit Gästen auf Delphin-Tour und fahren Zickzack im Golf umher. Die Delphine entdecken wir, wenn auch in einiger Entfernung.
Drei Schiffe sind in der Bucht, unser angestammter Ankerplatz ist frei. Ein Italiener hat zwei Surfbretter dabei. Mit dem einen dürfen die Kinder spielen und stellen sich recht geschickt an. Als nachmittags der Wind zunimmt baut Vatern sein Brett auf und flitzt hin und her. Tagsüber kommt ein Engländer, der sich genau vor uns legt. Ein Charterschiff mit jungen Italienern kommt zum Ankerstopp. Sie sind aus der Stadmarina und haben gestern eine lange Einweisung bekommen. Sogar die Knoten zum Befestigen der Fender an der Reling mussten sie lernen. Das Ankern stand nicht auf dem Programm. Anker fallen lassen, nicht zu viel Kette, zum Bug laufen und auf die Ankerkette starren, ins Wasser hüpfen. Dass sie binnen kürzester Zeit gut 400 Meter von der Mitte der Bucht bis zur Einfahrt abtreiben interessiert sie nicht. Als der Wind nachlässt bleiben sie stehen.

Bild des Tages: Überlappend haben wir auch noch nicht eingeparkt…

Samstag, 2. August 2014

Samstag 02.08.2014

Und wieder stehen wir früh auf. Dabei war die Nachtunruhe durch umherstreifende Gestalten und übers Deck laufende Katzen gestört. Letztere hinterließ einen Haufen. Beim nächsten Mal wird sie gestellt und geht über Bord. Um 08.00 liefern wir die Mädels am Flughafen ab und sie dürfen sich wieder in eine lange Schlange stellen. Für die einzige deutsche Fluglinie wird ein Schalter geöffnet, für Holland und Österreich je drei. Wer soll dabei Böses denken. Kaum sind sie ganz vorne, wird ein zweiter Schalter für Air Berlin geöffnet. Bevor es richtig losgeht legt die Dame eine längere Pause ein und hält danach ein Schwätzchen mit einer Kollegin.
Der Einkauf  ist heute bescheiden. Lediglich zum Lidl fahren wir. Die Griechen hingegen greifen zu und sind in Scharen vertreten, die an den letzten Adventssamstag denken lassen. Für uns bedeutet das, wir bekommen kein gutes Brot mehr. Am Nachmittag fahre ich nochmals mit dem Radl zum Lidl und hole das neu aufgebackene letzte Brot aus dem Körbchen. Bei einem Abstecher durch die Fußgängerzone ist diese ausgestorben. Nicht ein Mensch von einem Ende zum anderen. Alle Geschäfte sind geschlossen, 2 oder 3 Cafes sind offen, aber ohne Kundschaft. Selbst als wir um 19.30 zu Thalia gehen, sind kaum Griechen unterwegs. Erst auf dem Rückweg werden es mehr Leute.

Bild des Tages: Badestrand von Preveza 

Freitag 01.08.2014

Wir können ungestört ausschlafen, frühstücken und die Mädels nehmen ein letztes Bad. Der Anker kommt problemlos hoch, ohne Dreck an der Kette. Die Nacht durch wehte ein leichter Westwind, der frischt auf dem Weg nach Preveza auf. Auf dem Weg dahin überholen wir auf die letzten Meter die Gold of Ophir und biegen in die Marina ein. Der einzig freie Platz ist der für uns reservierte. Uns soll es recht sein, dass sich alle hier drängeln und nicht in der Schweinebucht. Wieder ist es ein neuer Platz in der Marina und wieder darf ich Nägel klopfen. Als ich kurz vor 15.00 zum Zahlen am Büro vorbeischaue, ist niemand mehr da. Marina voll, also gehen wir heim. Auch eine Philosophie.
Die Mädels unternehmen eine Wanderung zum Pantokrator und nehmen ein letztes Bad im Ionischen Meer.
Am Abend bei Thalia gibt es zum Abschied viermal Gyros.
Solarwave-Michi hat wieder einen neuen Post veröffentlicht. Er war auf der Bootsmesse in Amsterdam und hat sich neue Energiegewinnungs- und Antriebssysteme angesehen. Vielleicht ist ja was für uns dabei.

Bild des Tages: Olgatainer. Gelegentlicher Aufenthaltsraum für die Sekretärin der Marina. 

Freitag, 1. August 2014

Donnerstag 31.07.2014

Pünktlich um 08.00 werden wir von zunehmendem Ostwind geweckt. Auch der stand nicht im Wetterbericht. Für uns erweist er sich als Glücksfall, weil er ein Gewitter zunächst an uns vorbeilenkt. Leider schläft der Ostwind ein und das Gewitter wechselt darauf seine Zugrichtung. Ein Blitz schlägt direkt hinter der Epicure ein, so dass es aussieht, als wäre er in deren Mast gefahren. Im Juli Regen und Gewitter in der Schweinebucht, das gab es noch nie. Um 11.00 ist das Schiff schon wieder trocken und die Temperatur steigt rasch auf 30°. Eine Abkühlung hat das Gewitter nicht gebracht.
Unsere Kühlung überrascht uns weiterhin. Trotz hoher Temperaturen, vielen Öffnungen der Klappe tagsüber, immer wieder Nachfüllen von Getränken und Kühlen eines Nudelsalates läuft der Kühlschrank bis nach 22.00 auf höchster Stufe ohne dass der Regler pfeifen würde. Anscheinend will die Batterie trainiert werden.

Bild des Tages: Gewitterwolken, ein häufiger Anblick in diesem Jahr. 

Mittwoch 30.07.2014

Heute ist Ruhetag. Baden, Essen, Trinken, auf Deck liegen. Die anderen Schiffe verlassen die Bucht und ein alter Bekannter, die Epicure, der Kat, der immer mit Landleine festmacht, kommt zurück. Dreimal am Tag zeigt sich die Turtel. Und zweimal tröpfelt es. Kein Wetterbericht hat Bewölkung oder gar Regen vorhergesagt. Das Wetter ist dieses Jahr „verruckt“, wie Thalia immer wieder sagte.