Die
Franzosen verschwanden früh und den Vormittag hatten wir Ruhe in der Bucht.
Abgesehen von einigen Beibootfahrten der anderen beiden Deutschen. Am
Nachmittag kamen drei weitere Deutsche und zwei Franzosen. Und ein Italiener
mit 20 Leuten auf 42 Fuß. Die waren auf Party aus, grölten und drehten das
Radio voll auf. Wir hatten Glück, unsere Bucht war ihnen längerfristig wohl zu
ruhig und sie verschwanden am Abend wieder Richtung Preveza. Nach
Sonnenuntergang hatten wir im Nordosten ständiges Wetterleuchten, ohen dass wir
Wolken gesehen hätten. Zwei in Calsky nicht registrierte Satelliten zogen
Richtung Nordosten über uns und viele Flieger waren unterwegs.
Mittwoch, 6. August 2014
Montag, 4. August 2014
Montag 04.08.2014
Der erste
Engländer hatte bereits in der Morgendämmerung abgelegt, der zweite folgte ihm
rasch nach. Die Epikur blieb und unterhielt und mit Dieselgebrumm. Wir hatten
gestern um 22.00 satte 12,7 Volt in der Batterie. Es scheint, die
Batteriekapazität wird mit der Zeit immer besser. Tagsüber kam ein deutscher
Kat vorbei und der Skipper ließ Ankermanöver fahren. Warum der Anker immer quer
zur Windrichtung rückwärts eingefahren werden musste, habe ich nicht verstanden.
Auch, warum er immer einen Kreisel um uns fahren musste, um an seinen
Ankerplatz zu gelangen. Der Wind schaffte es heute, die Temperatur tags knapp
unter 30° zu halten. Dabei hatte es am morgen herbstlich ausgesehen, mit Nebel
und nassem Deck. Später kamen ein Deutscher und drei Charterschiffe mit Franzosen.
Letztere scharten sich in einem Eck der Bucht. Kaum waren die Anker unten
(nicht eingefahren) wurden die Beiboote gewassert und auf einem Schiff
gerudelt. Das Gebrabbel wurde diesmal von Musik und Dieselbrummen übertönt. Am
Abend entdeckten wir über den Hügeln bei Vonitsa einen Gleitschirmflieger. Bis
zum Einruch der Dämmerung hielt er sich über dem Bergkamm. Drei Pelikane und
viele Flieger hatten für Abwechslung am westlichen Horizont gesorgt.
Bild
des Tages: Leere Bucht vor Einfall der Franzosen
Sonntag 03.08.2014
Heute
Nacht um 05.00 habe ich gleich reagiert, als ich die ersten Tapser auf Deck
hörte. Von wegen, Katzen schleichen… Mein Klopfen an die Decke reichte wohl
schon. Als ich draußen war, lief die Katze bereits auf dem Steg zurück zu ihrem
Schiff. Ein heruntergekommenes Schiff, auf dem zwei Deutsche hausen. Bis
gestern lag es im Päckchen an einem Kat. Der hat dann abgelegt und das alte
Teil an den Steg manövriert. Anscheinend geht deren Maschine nicht mehr.
Bei
der fahrt durch das Hafenbecken fällt uns auf, dass heute extrem viel Dreck im
Wasser schwimmt. Trotzdem tummeln sich hier zwei Turtels und winken uns zu.
Unterwegs
treffen wir die Sailing Holiday Flottille, 20 Schiffe, alles Engländer und alle
haben es sehr eilig. Dann entdecken wir voraus die Solarwave. Und wir holen
auf, und zwar schneller als gedacht. Aus einem lockeren Überholmanöver wird
nichts, sie kommt uns entgegen.
Die
Ökos sind mit Gästen auf Delphin-Tour und fahren Zickzack im Golf umher. Die
Delphine entdecken wir, wenn auch in einiger Entfernung.
Drei
Schiffe sind in der Bucht, unser angestammter Ankerplatz ist frei. Ein
Italiener hat zwei Surfbretter dabei. Mit dem einen dürfen die Kinder spielen
und stellen sich recht geschickt an. Als nachmittags der Wind zunimmt baut
Vatern sein Brett auf und flitzt hin und her. Tagsüber kommt ein Engländer, der
sich genau vor uns legt. Ein Charterschiff mit jungen Italienern kommt zum
Ankerstopp. Sie sind aus der Stadmarina und haben gestern eine lange Einweisung
bekommen. Sogar die Knoten zum Befestigen der Fender an der Reling mussten sie
lernen. Das Ankern stand nicht auf dem Programm. Anker fallen lassen, nicht zu
viel Kette, zum Bug laufen und auf die Ankerkette starren, ins Wasser hüpfen.
Dass sie binnen kürzester Zeit gut 400 Meter von der Mitte der Bucht bis zur
Einfahrt abtreiben interessiert sie nicht. Als der Wind nachlässt bleiben sie
stehen.
Bild
des Tages: Überlappend haben wir auch noch nicht eingeparkt…
Samstag, 2. August 2014
Samstag 02.08.2014
Und
wieder stehen wir früh auf. Dabei war die Nachtunruhe durch umherstreifende
Gestalten und übers Deck laufende Katzen gestört. Letztere hinterließ einen
Haufen. Beim nächsten Mal wird sie gestellt und geht über Bord. Um 08.00
liefern wir die Mädels am Flughafen ab und sie dürfen sich wieder in eine lange
Schlange stellen. Für die einzige deutsche Fluglinie wird ein Schalter
geöffnet, für Holland und Österreich je drei. Wer soll dabei Böses denken. Kaum
sind sie ganz vorne, wird ein zweiter Schalter für Air Berlin geöffnet. Bevor
es richtig losgeht legt die Dame eine längere Pause ein und hält danach ein
Schwätzchen mit einer Kollegin.
Der Einkauf
ist heute bescheiden. Lediglich zum Lidl
fahren wir. Die Griechen hingegen greifen zu und sind in Scharen vertreten, die
an den letzten Adventssamstag denken lassen. Für uns bedeutet das, wir bekommen
kein gutes Brot mehr. Am Nachmittag fahre ich nochmals mit dem Radl zum Lidl
und hole das neu aufgebackene letzte Brot aus dem Körbchen. Bei einem Abstecher
durch die Fußgängerzone ist diese ausgestorben. Nicht ein Mensch von einem Ende
zum anderen. Alle Geschäfte sind geschlossen, 2 oder 3 Cafes sind offen, aber
ohne Kundschaft. Selbst als wir um 19.30 zu Thalia gehen, sind kaum Griechen
unterwegs. Erst auf dem Rückweg werden es mehr Leute.
Bild
des Tages: Badestrand von Preveza
Freitag 01.08.2014
Wir
können ungestört ausschlafen, frühstücken und die Mädels nehmen ein letztes
Bad. Der Anker kommt problemlos hoch, ohne Dreck an der Kette. Die Nacht durch
wehte ein leichter Westwind, der frischt auf dem Weg nach Preveza auf. Auf dem
Weg dahin überholen wir auf die letzten Meter die Gold of Ophir und biegen in
die Marina ein. Der einzig freie Platz ist der für uns reservierte. Uns soll es
recht sein, dass sich alle hier drängeln und nicht in der Schweinebucht. Wieder
ist es ein neuer Platz in der Marina und wieder darf ich Nägel klopfen. Als ich
kurz vor 15.00 zum Zahlen am Büro vorbeischaue, ist niemand mehr da. Marina
voll, also gehen wir heim. Auch eine Philosophie.
Die
Mädels unternehmen eine Wanderung zum Pantokrator und nehmen ein letztes Bad im
Ionischen Meer.
Am
Abend bei Thalia gibt es zum Abschied viermal Gyros.
Solarwave-Michi
hat wieder einen neuen Post veröffentlicht. Er war auf der Bootsmesse in
Amsterdam und hat sich neue Energiegewinnungs- und Antriebssysteme angesehen.
Vielleicht ist ja was für uns dabei.
Bild des Tages: Olgatainer. Gelegentlicher Aufenthaltsraum
für die Sekretärin der Marina.
Freitag, 1. August 2014
Donnerstag 31.07.2014
Pünktlich
um 08.00 werden wir von zunehmendem Ostwind geweckt. Auch der stand nicht im
Wetterbericht. Für uns erweist er sich als Glücksfall, weil er ein Gewitter
zunächst an uns vorbeilenkt. Leider schläft der Ostwind ein und das Gewitter
wechselt darauf seine Zugrichtung. Ein Blitz schlägt direkt hinter der Epicure
ein, so dass es aussieht, als wäre er in deren Mast gefahren. Im Juli Regen und
Gewitter in der Schweinebucht, das gab es noch nie. Um 11.00 ist das Schiff
schon wieder trocken und die Temperatur steigt rasch auf 30°. Eine Abkühlung
hat das Gewitter nicht gebracht.
Unsere
Kühlung überrascht uns weiterhin. Trotz hoher Temperaturen, vielen Öffnungen
der Klappe tagsüber, immer wieder Nachfüllen von Getränken und Kühlen eines
Nudelsalates läuft der Kühlschrank bis nach 22.00 auf höchster Stufe ohne dass
der Regler pfeifen würde. Anscheinend will die Batterie trainiert werden.
Bild
des Tages: Gewitterwolken, ein häufiger Anblick in diesem Jahr.
Mittwoch 30.07.2014
Heute
ist Ruhetag. Baden, Essen, Trinken, auf Deck liegen. Die anderen Schiffe
verlassen die Bucht und ein alter Bekannter, die Epicure, der Kat, der immer
mit Landleine festmacht, kommt zurück. Dreimal am Tag zeigt sich die Turtel.
Und zweimal tröpfelt es. Kein Wetterbericht hat Bewölkung oder gar Regen
vorhergesagt. Das Wetter ist dieses Jahr „verruckt“, wie Thalia immer wieder
sagte.
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