Mittwoch, 22. Mai 2024

Sonntag, 12.05.2024

 Kleinere Um- und Aufräumarbeiten stehen an. Der Laser wird nochmals aufgebaut und mit fehlenden Schnüren und Schäkeln versorgt.

Dann nehme ich mir den Wasseranschluss der Waschmaschine vor. Der Hahn läßt sich nicht mehr komplett schließen, deshalb drückt es das Wasser tröpfchenweise zwischen Hahn und Schraubverschluss heraus. Das hat zur Folge, dass wir immer ein Handtuch auslegen müssen, um nicht ständig durch eine Pfütze laufen zu müssen. Das Abstellen des Wassers offenbart Neues. Der Hebel an der Rückwand des Hauses unterbindet alleine den Zulauf zur Toilettenspülung. Der Hahn unter der Veranda ist für die Küchenspüle zuständig. Und nur der Haupthahn blockiert die Waschmaschine und das Waschbecken. Die Idee wäre jetzt gewesen, einen kurzen Schlauch an den Hahn zu schrauben und das Tröpfeln in einen Eimer zu leiten. Der praktische Versuch, dies umzusetzen, hat eine kleine Überschwemmung zur Folge. Mit dem Öffnen des Haupthahnes spitzt es heftig aus dem Schlauch. Der Wasserhahn ist voll geöffnet und läßt sich überhaupt nicht mehr bewegen. Das Wasser drückt also immer mit vollem Druck in die Waschmaschine. Die scheint sehr stabil zu sein. Also baue ich alles wieder zurück. Versuchsweise wir der Haupthahn nur ein kleines Bisschen geöffnet. Der Wasserdruck ist jetzt überall reduziert, und es drückt nichts mehr aus dem Waschmaschinenanschluss. Das ist natürlich kein Dauerzustand.

Zum Entspannen radeln wir zum Schiff, Werkzeug holen. Der österreichische Nachbar ist eingetroffen. Sie sind diesmal über Brindisi gekommen, nach einer kleinen Tour durch Apulien zu den Trulli. Und gegen Zahlung von 50 € hat er gleich die Zufahrt unter seinen Kat freigeräumt bekommen, und auch das Gras wurde überall unter und hinter den Schiffen gemäht. Inzwischen ist es so warm, dass man im Marina-Cafe draußen sitzen kann.

Zurück im Haus fällt auf, dass ich noch weiteres Werkzeug benötige. Das holen wir auf dem Weg nach Preveza zu Thalia. Die ist schon wieder am Arbeiten und hat viel zu erzählen. Wie es mit dem Mythos weitergeht bleibt unklar. Umgebaut wird, ob sie in den Neubau wieder rein können und zu welchen Konditionen, da werden sie vom Vermieter hingehalten. Und dass der Hafen schon einen Monat früher als sonst voll ist. Viele Plätze sind von neuen, zusätzlichen Charterschiffen/-gesellschaften belegt. Das bedeutet nicht, dass jetzt mehr Menschen in den Lokalen oder auf den Straßen wären. Zum Abschluss des Abends gibt´s noch ein Eis.



Samstag, 11.05.2024

 Nach wenigen kleinen Arbeiten starten wir eine erste Radltour nach Lefkas. Die Straße ist noch nicht fertig, das wäre auch zu viel erwartet. Die Zufahrt zur Stadt selbst wird immer noch umgebaut. Und es ist sehr viel los in Lefkas. Auf dem Damm parken sie fast bis zum Brückenschiff.

Wir starten in Aspen vom üblichen Parkplatz. Hier ist so gut wie nichts los. Von Katia bis Exanthia begegnen uns nur zwei Autos, eines davon ein deutsches Wohnmobil. Kurz vor dem Pass rausch aus einer Seitenstraße eine Horde E-Biker daher, wohl auf dem Weg zur Kapelle. Bis hierher hatten wir immer dunkle Wolken über uns, nach Westen zeigt sich blauer Himmel über spiegelglattem Meer. Dass während der Abfahrt die Sonne scheint ist sehr angenehme und das T-Shirt genügt. In Exanthia haben sie am Aussichtspunkt weiter ausgebaut. Wobei noch nichts los ist. Die Mitarbeiter des Lokals sind gerade zum Einarbeitungsmeeting in großer Runde stehend versammelt.

Während der Abfahrt nach Aspen ist ebenfalls kaum Verkehr.

In Lefkas besuchen wir wieder das Cafe am Hafen. Alle Plätze am Steg sind belegt, aber einige Schiffe werden gerade übernommen. Ausnahmslos von Deutschen. Und die fahren einen Einkaufswagen nach dem anderen mit Lebensmittel auf die Schiffe. Zwei Ablegemanöver dürfen wir bewundern, eines mißglückt und die Besatzungen der Nachbarschiffe müssen ziehen und drücken. Der Chef der italienischen Charterfirma greift ebenfalls beherzt ein.

Von allen Seiten ziehen jetzt Gewitter mit Blitz und Donner daher, weswegen wir zum Einkaufen starten und zum haus zurück fahren. Ein paar Kleinigkeiten werden abgearbeitet (Brombeeren vom Zaun wegschneiden, Disteln und Brombeeren aus dem „Rasen“ stechen, Aloe vera Pflänzchen von Kostas einpflanzen, usw.). Beim Versuch, die Aloe einzuwässern, verabschiedet sich zunächst der Schlauchanschluss am Hahn, dann der am Sprüher. Griechische Modelle, von griechischer Sonne aufgearbeitet. Ich kann mir das Duschen eigentlich sparen.






Freitag, 10.05.2024

 Heute wird wieder Kleinkram erledigt. Zwei Maschinen Wäsche gewaschen. Der Laserwagen wird mit der Flex von Schweißtropfen befreit, und die Zimmer werden genau vermessen.

Am Nachmittag radeln wir noch schnell nach Aghios. Die Storcheneltern sind gerade dabei, ihr Junges zu füttern. Bis ich den Photo herraußen habe, sind sie schon wieder weg.

Am Abend sind wir bei einer Nachbarsfamilie zu Besuch. Im Haus hier mit der besten Lage, zwischen uns und dem Meer. Die Kinder, Akis und Vicky, haben wir schon kennengelernt. Jetzt treffen wir auch Jannis und Jenny. Und bekommen viel erzählt, von den Kinder. Die Eltern sprechen kaum Englisch und bekommen alles von den Kindern übersetzt. Die Großeltern haben hier das erste Haus gebaut, das ist inzwischen verlassen. Die drei Kinder haben die nächsten drei Häuser gebaut, und sind alle miteinander zerstritten. Deshalb geht nichts weiter, mit dem Ausbaggern des Abflusses für die Lagune, weil keiner zu viel zahlen will. So wird die Lagune immer mehr zur stinkenden Brühe und die Fische sterben. Akis hat viel vor, mit dem Haus und den 9 Hektar Grund. Ein weiteres Haus bauen (Naturschutzgebiet, was ist das?). Einen Rasen anlegen, einen Swimming-Pool (das Meer ist schön, aber der Strand hat zu viel Seegras).

Nachdem wir zurück im Haus sind. Rücken Akis und sein Vater aus, weil andere Nachbarn Gestrüpp verbrennen und sie ein Ausbreiten des Feuers befürchten. Aber nichts passiert.



Donnerstag, 09.05.2024

 Zunächst wird wieder Kleinkram erledigt. Die Zuordnung der Sicherungen zu Verbrauchern ist interessant, bzw. sehr willkürlich. Da ist zum Beispiel die Waschmaschine im Bad mit einer Steckdose im Schlafzimmer kombiniert. Unter dem Dach der Südveranda wollen Schwalben ihr Nest bauen. Sie können sich nicht auf einen Balken einigen und entsprechend breit verteilt ist der Dreck auf dem Boden. Nachdem wir deswegen Pappe ausgelegt haben, stellen sie Ihre Bautätigkeit ein.

Dann fahren wir ein erstes Mal zum Schiff. Das ist von hohem Gras eingewachsen und der Zugang durch Rumpfstützen verbaut. Gerade noch sehe ich die kleine Schildkröte im Gras, bevor ich drauf trete. Die Vorbereitungen zum Putzen dauern wie üblich. Stromkabel und Wasserschläuche auslegen und anschließen, Lukenabdeckungen losbinden, usw. Saharastaub und schwarzer Gilb lassen sich aber gut entfernen. Gegen 15.00 Uhr legen wir einen Zwangspause ein, da ein Gewitter mit vielen Blitzen und Starkregen über uns wegzieht. Das Wetter sei verrückt, sagt die Marina-Bürofrau, die sich neben uns untergestellt hat. Aber genauso, wie der Mai im letzten Jahr. Gewitter, die aus Süden kommen, sind schon ungewöhnlich. Weiter südlich zwischen Italien und Griechenland dreht sich langsam ein Teif und schickt auf der einen Seite immer wieder Gewitterzellen nach Norden.

Nach einer kurzen Pause im Marina-Cafe wird weiter geputzt. Werkzeug, welches wir im Haus brauchen, wird zusammengesucht und dann fahren wir zum Panos. Es ist nicht mehr so viel los wie bei unserem letzten Besuch.

Während der Nacht ziehen noch weitere Gewitter durch.



Mittwoch, 08.05.2024

 Ein weitere Arbeitstag, zumindest teilweise. Zunächst fahren wir zum Einkaufen nach Vonitsa. Der Hafen dort wird weiter ausgebaut. Und sie haben tatsächlich die heruntergekommenen, verlassenen Schiff irgendwohin entsorgt. Weil sie auch diesen Teil des Hafens erneuern wollen. So stand es zumindest auf einem Zettel, den sie an ein im Hafen verbliebenes altes Schiff gehängt habe. Bis zu Fischfarm in der Lagune haben sie die Hafenmauer erweitert. An deren Ende liegt man genau neben der Disko.

Im Ort selber ist viel los. Die Geschäfte werden beliefert und die vielen Autos stauen sich dahinter. Selbst im Supermarkt ist Gedränge.

Zurück am Haus wird das Eckregal verstärkt, eine Leiste zum Besenaufhängen an die Wand gedübelt und ein Handtuchhalter. Bei zunehmender Bewölkung radeln wir nach Aghios. Hier ist es deutlich ruhiger als die letzten Tage. Auf dem Rückweg kommen alle uns bekannten Nachbarn entgegen. Kostas und danach Akis mit Mutter und zuletzt Akis Vater im großen schwarzen Pickup. Der den ganzen Tag über angekündigte Regen bleibt aus.



Dienstag, 07.05.2024

 Die Nacht war ruhig und nach dem Frühstück beginnen wir mit weiteren Arbeiten. Fenster putzen, Laser-Wagen herrichten, Dachträger kürzen. Kostas schaut vorbei, er bringt frische Eier und Marmelade und Honig. Das gleiche bekommt er von uns, mit ein paar zusätzlichen bayerischen Spezialitäten. Der Winter hier sei zu warm und zu trocken gewesen, was gut für sein Kreuz gewesen sei.

Weiter geht´s mit Arbeiten. Unkraut zupfen, Kakteen einpflanzen, Unkraut zwischen den Platten mit dem Rasentrimmer schneiden, die Einfahrt komplett fegen, und einiges mehr.

Es folgt erneut ein Radlausflug nach Aghios zum Einkaufen. Trotz Feiertag (Der verschobene 1. Mai, der hier Bank Holiday heißt) hat der Supermarkt auf. Und mitten im Ort, neben der Hauptstraße nach Lefkas, entdecken wir ein bewohntes Storchennest auf einem Strommast. Trotz gutem Wind sind keine Kiter auf dem Wasser.

Zum Abendessen fahren wir zum Panos (10 km). Um 20.00 Uhr sind wir dorten und im überdachten Freibereich ist kein Tisch mehr frei. Kaum wird ein Tisch frei, ist er schon wieder besetzt. Außer Mitso und seiner Schwester sind lauter junge neue unterwegs beim Bedienen. Ein Vorteil der niedrigeren Temperaturen in der Nacht: Die klare Sicht auf Lefkas. Sogar die Autoscheinwerfer sieht man.



Montag, 06.05.2024

 Die Nacht war ruhig, keine Froschkonzert mehr und nur selten Hundegebell. Etwas kühl, aber kein Vergleich mit Februar. Weiter geht es mit aus-, um- und einräumen. Die Böden im Haus werden geschrubbt, ein Teil der Einfahrt gefegt, der Laser probeweise aufgebaut und einiges mehr. Unterbrochen wird unser Arbeitseifer durch Vicky und Akis, die Kinder aus dem Haus zwischen uns und dem Meer. Er arbeitet als IT-ler in London, sie in Lefkas. Er will gleich unser Haus mit Kameras und automatischer Besprenkelungsanlage aufrüsten. Mit Steuerung aus der Ferne. Sie bringen als Ostergeschenk rote Eier, welche die Hände dauerhaft rot färben. Ein erster Radlausflug führt uns zunächst zum Kiterstrand. Erst wenige Wohnmobile stehen dort, fast alle junge Paare mit kleinen Kindern. Deutsche und Tschechen. Auf dem Wasser sind nur zwei Könner, am Strand zwei Anfänger. In Aghios hat der Supermarkt trotz Feiertag geöffnet, mit einer neuen Angestellten, die sogar etwas Englisch spricht.