Samstag, 25. Juni 2016

Freitag 24.06.2016

Gleich früh am Morgen wird Wäsche gewaschen. Alle Waschmaschinen sind frei und ebenso die Wäscheleinen. Es war gut, das früh zu erledigen, denn im Lauf des Tages frischte der Ostwind sehr kräftig auf und viel Staub flog durch die Gegend. Ich hatte wirklich keine Ausrede mehr und begann mit dem Einziehen einer neuen Trampolinbefestigung. In der Hoffnung, dass SVB eine bessere, UV-stabilere Qualität liefert als das bisherige Fabrikat hatte. Zwischendurch musste ich wegen dem Sturm die Sonnensegel einrollen.
Der Kapitän des entmasteten Türken bekam Besuch von der Hafenpolizei. Sie unterhielten sich lange freundlich auf Englisch und nahmen ihn dann dennoch mit. Und er ward nicht mehr gesehen…
Dass es wirklich heiß ist zeigt sich beim Duschen. Wenn sogar ich kühleres Wasser will und dann mit der Mischbatterie am Anschlag lande, ist es heiß. Aus gleichem Grund reduziert sich die Sitzdauer beim Panos, weil man sonst mit auf den Plastikstühlen nass geschwitzten Hinterteilen durch das Lokal laufen darf.

Bild des Tages: Alte und neue Seile zur Befestigung der Trampolinnetze


Donnerstag 23.06.2016

Heute beschränkte sich die Arbeit auf Beschäftigungen im Schatten. Ein neuer Stecker kommt ans Landstromkabel. Franzmann hat ein amerikanisches Kabel europäisiert, aber mit frei fliegenden Litzen. Etwas angerostet war es innen auch.
Und die Toiletten wurden getestet. Beide laufen prächtig.
Der Sonnenschutz des Motorbedienpaneels erhält eine Halteschiene. Jetzt fällt das Holzbrett hoffentlich nicht mehr bei jedem Windstoß runter.
Bilder des Tages: Neuer Stecker alter Stecker.



Mittwoch 22.06.2016

Ich werde im Marina Büro vorstellig, um nach meiner diesjährigen Rechnung zu fragen. Und es ist schön, dass sich manche Dinge nie ändern. Ich habe ja bereits mit einer Mail letzte Woche  um Rechnungserstellung gebeten. Blondie war jetzt völlig überrascht von meinem Anliegen. Sie müsse da noch was bei Sofia nachfragen, ob ich in einer halben Stunde wieder kommen könnte. Kann ich natürlich, ich lasse ihnen auch eine ganze Stunde. Das Ergebnis ist das gleiche. Sofia hat auch nichts fertig. Sie schickt es mir heute noch per Mail. Wer´s glaubt…
Im technischen Büro lief es ähnlich. Keiner konnte sich erinnern, dass ich den Außenborder ans Schiff gebracht bekommen wollte. Sie würden die Außenborder immer ans Schiffliefern, wenn die gekrant worden seien. Wohl als letztes Pfand, wenn einer nicht gezahlt hat. Ihrer Argumentation, dass es einfacher sei,an ein Boot im Wasser zu liefern, kann ich nicht folgen. Auch da muss das Beiboot runtergelassen werden, alles wackelt und wenn was runterfällt, verschwindet es im Wasser.
Ich erledige dann letzte Aufräumarbeiten unter dem Schiff. Nachdem ich dabei soviel Holz in die Finger bekomme, erhalten die Navigationsinstrumente neben dem Steuerrad eine Holzabdeckung. Die Plastikteile waren in der Sonne zerbröselt und wurden nur mehr durch Klebeband an ihre alte Form erinnert.
Nachdem sie schon gestern viel gemessen und Gerümpel weggeräumt hatten, kam heute eine türkische Gullet aus dem Wasser. Beide Masten fehlten. Die Teile sind halt nicht zum Segeln gebaut, sondern als Ausflugsboot.
Auf dem Weg zu Thalia eine Neuheit. Der Tunnel war gesperrt. Das erinnert jetzt an die Münchner Stammstrecke… Irgendwann ging es weiter und man durfte einspurig an einigen Pumpwagen vorbeifahren. Ein voll gelaufener Tunnel unter dem Meer???
Bild des Tages: Entmasteter Türke


Dienstag 21.06.2016

Aufräumarbeiten unter dem Schiff sind eine schmutzige Arbeit, aber der Arbeitsplatz ist angenehm kühl. Viele Metallkleinteile sind vom Staub zu befeien und im Schiff zu verstauen. Nachdem die Sonne ausreichend weit gewandert ist, wird das Beiboot hochgezogen. Das geht nur in Etappen, weil das Seil des Flaschenzugs nicht lange genug ist, um das Beiboot vom Boden hoch zu ziehen. Überhaupt muss sich das Seil erst wieder mal entfalten.  Die freie Rolle des Flaschenzugs runter zu ziehen erfordert etwas Improvisation mit dem Bootshaken und Balancieren auf einem leeren Bietragerl. Das Beiboot als nächstes hoch genug zwischenlagern ist das nächste Kunststück. Natürlich fehlen zunächst ein paar Zentimeter. Also das Beiboot leicht per Hand anhaben und ein weiteres Brett nach dem anderen drunter schieben. Irgendwann hängt es an seinem Platz.
Das Wetter war heute wie es sein soll. Blauer Himmel, nachmittags eine leichte Brise aus West, abends Ostwind mit etwas Kühle für die Nacht. Die Fliegen sind verrückt geworden vom Wetter. Beim Panos ist es fast nicht auszuhalten. Zum Glück kommen sie nicht bis zum Schiff.
Freude bereitet der Kühlschrank, bzw. die Batterie. Zunächst lief der Kühlschrank etwas sonderbar. Zur Nacht auf 4 zurückgedreht ging er in den Sparmodus, selbst als die Batterie noch genügend Volt hatte oder auch als der Batterielader zugeschaltet war. Die Nacht durchlaufend auf höchster Stufe 7 geht der Kühlschrank jetzt in der Nacht auch in den Sparmodus, schaltete sich aber immer wieder ab. Und die Kühlakkus im Gefrierfach bleiben durchgehend gefroren.

Bild des Tages: Beiboot an seinem Platz (wenn auch ohne Außenborder…)

Montag 20.06.2016

Die Kühle des Morgens wird ausgenutzt, um die Gästekabine zu entstauben. Inklusive Auf-, Umräumen und Ausmisten. Die Schwerstarbeit kam danach. Die Segel müssen wieder hoch auf das Schiff in die Bugkammer. Erst einmal werden sie ausgerollt und auf Mäusebesiedlung kontrolliert. Keine Mäuse da. Das schwierigste ist das Hochtragen über die Leiter. In die Bugkammer verschwinden die Teile von alleine. Und es ist immer noch Platz da vorne.
Klar dass es heute wieder sehr heiß war. Die doppelte Wassermenge als üblich habe ich getrunken.
Bei Thalia ist heute weniger los. Und die Marmorpflastersteine, mit denen letztes Jahr die Straßen der „Altstadt“ belegt wurden, fliegen natürlich schon wider raus. Für einen Autoverkehr ist so ein Straßenbelag halt nicht geeignet. Sollte man meinen, dass dies auch Stadtplanern bekannt ist…

Bild des Tages: Und wieder eine Regenfront mit Saharastaub

Montag, 20. Juni 2016

Sonntag 19.06.2016

Da könnte man in Ruhe ausschlafen und dann beginnt es um 06.30 Uhr zu regnen. Also schnell aufstehen, Netze weg und Luken schließen. Das Wetter bleibt undurchsichtig. Deshalb verschließe ich alles, bevor ich nach Nidri aufbreche. Da ein Motor bei längerem Lauf überhitzt ist die Rush noch am Steg und wartet auf den Mechaniker. Auch sonst haben sie etwas Ärger mit dem immer sonderbarer werdenden Stegvermieter. Ich darf gleich gewohnte Tätigkeit vollrichten, eine Fahrradreparatur. Neue Mäntel und Schläuche für das Bordklapprad. Ein ganz besonderes Teil mit Riemenantrieb. Keine Kette, deren Öl alles versauen würde. Richard bastelt derweil an der Phoenix, dem kleinen Zweit-Segelboot der Rush. Mit dem will er bald eine Regatta fahren und rüstet sie deshalb mit einem Genacker aus. Auf dem Wasser und in Nidri selbst ist wie immer viel los. Viele, viele Touristen, meist aus dem Ostblock oder England.
Bei der Schiffsbrücke nach herrschte diesmal das Chaos. Die von draußen kommenden Schiffe hatten es alle ganz eilig und drängelten im immer enger werdenden Kanal. Da wurden die Bugstrahlruder ausgiebig eingesetzt, um die Position zu halten. Gleich zu dritt mussten sie sich dann am wegdrehenden Brückenschiff durchquetschen.
Zurück am Schiff bleibt das Wetter wackelig. Bei Ostwind und Sonnenschein fahre ich zum Duschen, Tröpfeln und Sturm aus West lässt mich etwas eiliger zurück strampeln. Dann ist wieder alles vorbei. Abgesehen vom Sand, den die Saharaluft auf Deck hinterlassen hat. Da kann die Putzerei von vorne losgehen.
Wolken, Regen und  Sturm waren natürlich vom Wetterbericht nicht vorhergesagt worden.

Bild des Tages: Gedrängel an der Kanaleinfahrt von Lefkas


Samstag 18.06.2016

Ein ausgiebiger Putz des Küchenbereiches steht an, inklusive das Befreien allen Geschirrs vom Staub der letzten Zeit. Bei über 30° im Schiff läuft das ohne schnelle Bewegungen ab. Und wie üblich dauert es länger, da mit dem Ausräumen zum Putzen ein Umräumen und Ausmisten einhergeht.
Abends bei Thalia ist wieder mal mehr los. Vor allem in der Taverne nebenan. Da hat sich eine ganze Reisegesellschaft einquartiert. Und Thalia leidet. Dabei sollte sie sich freuen, da viele Gäste wegen der Überfüllung nebenan zu ihr kommen. Auch Gäste, die üblicherweise nebenan sitzen.
Der Stadtkai ist mit Strom und Wasseranschlüssen ausgerüstet worden. Und entsprechend gefragt sind die Plätze. Es wäre interessant, ob und was das jetzt kostet.

Bild des Tages: Drei Kats ohne Mast auf einem Bild