Sonntag, 14. August 2011

Freitag 12.08.2011


Da gestern Abend ein neuseeländischer Kat recht nahe bei uns geankert hat, haben wir erst einmallänger beobachtet, ob der bei drehenden Winden nicht uns zu nahe kommt. Die Nacht selbst war angenehm kühl, 22°. Wir sind früh aus den Federn, so dass ich die Fahrt nach Vonitsa hinter mich bringen kann, so lange der Wind mich bei Motorschaden ans Ufer zurück bläst und nicht in den Golf hinaus. Der Motor hält durch, lediglich direkt vor der Hafeneinfahrt mault er etwas. Nach dem Internetten wird eingekauft und die Rückfahrt verläuft ohne Probleme. Es scheint, dass der Motor kein Vollgas mag. Für Gleitfahrt reicht die Drehzahl. Die Besatzung des neuseeländischen Kats fuhr ebenfalls zum Einkaufen und musste zurück geschleppt werden. Außenborder sind wohl häufiger ein Problem. Vor unserer Bucht ankert ein großes portugiesisches Motorboot. Es hat eine Linie wie die alten Passagierschiffe, sieht aber gestaucht aus, weil es nicht länger als 40 m ist. Heute haben wir nicht eine Fliege erlegt. Ob wir sie ausgerottet haben? Was uns schon immer sehr gefreut hat, war die Abwesenheit von Mücken. Wir haben fast Vollmond und der versteckt sich immer wieder hinter Wolken.
Bild des Tages: Die Schweinebucht von oben. Wir in der Bildmitte, der Schweinestall links am Rand. Nicht verwechseln!!!

Freitag, 12. August 2011

Donnerstag 11.08.2011

Der nächtliche Wind hält lange an. erst kurz nach Mittag setzt sich der übliche Nordwestwind durch. Wie üblich gibt es einen Wechsel der Schiffe in unserer Nachbarschaft. Die Kabel der Paneele werden unter dem Dach verlegt. Am Abend wird nochmals der Außenborder getestet. Morgen wollen wir wieder eine Fahrt nach Vonitsa wagen, zum Einkaufen und Surfen.

Mittwoch 10.08.2011


In der Nacht gab es nur ein einziges Piepen des Solarreglers, welches besagt, dass die Batterien nur zu 30 % geleert sind. Früher hat es zweimal, dreimal, fünfmal und sogar 25 mal gepfiffen. Mit Solarstrom und Inverter schneide ich 5 Gurtstücke zurecht, mit denen die Kabel der Paneele unter dem Dach gehalten werden sollen. Wir erledigen Kleinkram im Schiff und haben wieder mal kein Internet. Mit dem neuen Stick von Cosmote (aufgekauft von der Telekom) komme ich zwar kurz ins Netz, dann bricht die Verbindung ab. Grrrrrr Griechenland. Das schreit nach einem Außenbordertest. Ich fahr an Land und steige die Hügel hinauf. In einem Ziegenpferch schlafen zwei große Hunde, die mich nicht bemerken. Unter einem Olivenbaum wird gesurft, langsam zwar, aber immerhin. Bilder für den Blog gibt es vorerst keine. Trotz über 30° hat der Kühlschrank so gut gearbeitet, dass wir am Abend gefrorenes Bier haben. Es hat den ganzen Tag über kräftig aus Nordwest geweht. Um 04.00 werden wir von kräftigem Wind aus Nordost geweckt. Der Anker scheint zu halten. Während der Nacht haben sich zwei weitere Segler in die Bucht geschlichen.
Bild des Tages: Unsere drei Solarpaneele.

Mittwoch, 10. August 2011

Dienstag 09.08.2011


Nach ruhiger Nacht erwartet uns ein herbstlicher Morgen. An Deck tropft alles und über dem Wasser ist Dunst. Unsere nächsten Nachbarn hauen sehr früh ab. Es liegt sicher nicht an uns, denn zur Abwechslung haben wir keinen Lärm gemacht. Lediglich ein paar Kleinarbeiten. Wasserlinie schrubben und Log reinigen. Da haben sich tatsächlich Röhrenwürmer angesiedelt. Und wir tauchen unsere alten Flaggen aus. Die Laptops werden geladen, der Kühlschrank friert und wir haben keinen Strommangel. Am Abend ziehen viele graue Wolken aus Westen über uns. Die Luftfeuchtigkeit ist sehr hoch, aber Regen fällt keiner. Für die nächsten Tage ist kräftiger Wind angesagt, ein Test für unseren Anker.
Bild des Tages: Morgendunst

Montag 08.08.2011


Wie in Vonitsa rauben uns auch hier die nächtlichen Aktivitäten der griechischen Jugend den Schlaf. Wobei ei deutlicher Unterschied zwischen Vonitsa und der Stadt besteht. Gaben die Leute in Vonitsa lediglich Laute von sich, sind es hier bereits ganze Worte. Wobei der Wortschatz begrenzt ist. Mit „Wixer“, „Hau ab“ und „Ich weiß nicht“ werden 95% der Unterhaltung bestritten. In der Lautstärke schenken sich Stadt und Land nichts. Allerdings scheint die Stadtbevölkerung keiner Arbeit nachgehen zu müssen. In der Stadt sind die Nachtaktivitäten nicht auf den Samstag beschränkt.
Ich starte den Tag mit einer weiteren Einkaufstour. Ringschrauben, Dichtungen, das Übliche halt. Das Schiff wird innen gereinigt, dann folgt der Großeinkauf beim Lidl. Die Wassertanks werden gefüllt. Auf unserer Mole haben sich die ganze Zeit zwei Jungen rumgetrieben und sind mehr oder weniger erfolgreich dem Fischfang nachgegangen. Jetzt wollen sie irgendetwas von uns und deuten immer wieder auf die Badeplattform. Wir verstehen sie nicht, erlauben ihnen letztlich, was sie auch wollen. Der eine springt daraufhin ins Wasser und klettert über das Schiff wieder auf die Mole. Erst gestern ist ein toter Vogel und anderes Zeug an uns vorbei getrieben. Wir hätten hier im Hafen nicht baden wollen. Wir haben aber auch beobachtet, dass Leute von anderen Segelschiffen hier ins Wasser hüpfen. Beim Ablegen wird wieder in die Vorspring eingedampft. Diesmal muss sich das Schiff sehr weit von der Mauer wegdrehen, da der Platz nach hinten durch das T-Ende der Mole beengt ist. Mit kräftigem Rückenwind fahren wir in den Golf. Unser Log zeigt nichts an, dem ist das Hafenwasser nicht bekommen. Die Schweinebucht ist praktisch überfüllt. 8 Schiffe sind bereits da. Bis zum Abend werden es 14 sein. Wir ankern an einem neuen Platz und stellen fest, dass dieser windgeschützter ist, als unser alter. Man lernt nie aus. Inzwischen haben wir Strom im Überschuss. Der Kühlschrank freut sich so, dass er sich abschaltet, weil er die maximale Kühle erreicht hat. Wir rätseln weiter, wie wir den Sommer in Italien ohne Landstrom und ohne die neuen Paneele überstanden haben. Der Kühlschrank lief immer auf höchster Stufe und das Licht saugte ebenso aus der Batterie wie die Wasserpumpen.
Bild des Tages: Windige Überfahrt

Sonntag, 7. August 2011

Sonntag 07.08.2011


Die letzten Bässe verklangen um 07.30 morgens. Hoffen wir mal, dass wir kein Wochenende mehr hier verbringen müssen. Die endgültige vorläufige Befestigung der Solarpaneele geht in die nächste Runde. Wieder steht zunächst eine Fahrradtour an. Ein oder zwei Biertragerl wären nicht schlecht. Eines finde ich im Straßengraben. Es dient als Unterlage für Bohr- und Sägearbeiten. Für diese muss natürlich wieder alles Handwerkszeug und Material an Land gebracht werden. Da die Holzteile zum Unterlegen relativ klein sind, ist die Bearbeitung teilweise nicht ganz einfach. Große Stichsäge gegen kleines Holzbrett, da bleibt nicht viel Platz zum Festhalten oder Fuß draufstellen. Die Sägeränder der 16 Klötzchen schreien nach einer zusätzlichen Bearbeitung durch die Raspel. Natürlich stellt sich heraus, dass sie zu dünn sind und sich die Paneel so wieder nicht fixieren lassen. Also brauche ich weitere 16 Holzplättchen mit 5 mm Dicke. Das sägt und raspelt sich nochmals leichter als die Klötzchen. Schließlich heißt es alte Schaumstoffunterlagen weg, Holzplättchen schnell mit Leim an Holzklötzchen geklebt und unter die Befestigungsklammer gesteckt. Das ist immer noch nicht zufrieden stellend. Paneel und Befestigungsklammer müssen wohl tatsächlich die exakt gleich hohe Auflagefläche haben. Zumindest sind die Paneele besser fixiert als mit den Schaumstoffteilen. Erfreulich ist die Stromausbeute. Obwohl es wieder 33° hat ist der Kühlschrank kalt und die Batterien gut voll. Und es bleibt wieder Strom für Wäsche übrig.
Bild des Tages: Holzarbeit.

Samstag, 6. August 2011

Samstag 06.08.2011


Nachdem wir in der Nacht das eine Paneel angesteckt haben, zeigen die Messgeräte ein deutliches Plus an Energie an. Welche Carola gleich wieder mit reichlich Gebrauch der Wasserpumpe zum Waschen nutzt. Ich versuche mich wieder einmal beim Einkaufen. Solarladen hat immer noch zu. Passende Dichtungen sind nicht aufzutreiben. Lediglich Holzleim ist im Angebot. Mit dem klebe ich zwei Sperrholzbretter zusammen, Restbestände aus Deutschland. Kaum zu glauben, ich treffe jemanden im Solargeschäft an. Wir können doch noch den Regler einbauen. Was wieder einfacher klingt, als es auszuführen ist. Der Stoppschalter für den Windgenerator braucht einen anderen Platz, die Schrauben passen nicht zu den Löchern, die Löcher sind zu eng für die Kabel, die passen Kabel nicht zu den Reglern, usw.
Bild des Tages: Viele Regler für hoffentlich viel Strom.