Dienstag, 20. Mai 2014

Sonntag 18.05.2014

Pünktlich um 02.30 Uhr läutete das erste Handy. Die letzten Gepäckstücke wurden bei Regen ins Auto geräumt und um 03.45 Uhr fuhren wir los. Die leere Autobahn nutze uns wenig, in Brannenburg war sie komplett gesperrt. Wir wurden über Niederndorf umgeleitet. Bayern 3 hat nichts davon erwähnt, im Gegensatz zu Ö3. Durch Österreich wurden wir von etlichem Getier am Straßenrand unterhalten. Eine Taube und eine Krähe flogen uns so knapp an, das ich tatsächlich ausweichen mußte. Und eine Katze saß auf einem Begrenzungspfosten und wartete auf Opfer. Am Brenner tankten wir um 06.00 Uhr, für 1,55 €. Das wäre in Deutschland billiger gewesen…
In Italien war es richtig grün. Der Mohn blühte und weiter südlich hingen die Kirschen an den Bäumen. Schon wurde Getreide geerntet. Den Po erlebten wir zur Abwechslung mit Wasser, wenn auch nicht sehr viel. Die feuchten Wiesen in der Poebene lockten viele große Vögel an. Von Modena bis Bologna wurde auf 4 Spuren der Verkehr etwas dichter. Meinen Schnitt konnte ich trotzdem auf 99 km/h steigern. Ab Rimini war damit Schluss. 90, 80 und sogar 60 sollte man fahren. Vermutlich wegen Lärmschutz. Deshalb war ich der einzige, der sich einigermaßen daran hielt. Sogar die Wohnmobile überholten mich.
Um 12.15 kamen wir in Ancona an. Gegen Vorlage des Ausdrucks aus dem Internet bekamen wir die Tickets. Ohne Warten durften wir auf die Fähre. Fast pünktlich fuhren wir ab. Wegen einem Rumänischen Zigeunertransporter blieb die eine Heckklappe länger unten. Der Transporter hatte einen Lattenrost samt Matraze auf dem Dach. Camping an Bord mal anders. Bei Sonnenschein fuhren wir los und wurden gleich von einem 5er Wind begrüßt. Deshalb haben sich die Segler in der Abdeckung des Hafens gedrängt, draußen war es ihnen zu wild. Erstaunlicherweise waren die Wellen klein, einen Mater, wenn überhaupt. Aus dem Hafen von Ancona müssen die Fähren weiter ZickZack fahren. Drei 90° Kurven auf engem Raum.
Eigentlich hatten wir eine ganz ruhige Kabine, ohne Vibrationen und Geklappere. Wenn nicht die italienischen Kinder gewesen wären. Gesehen hat man sie nicht, aber gehört. Und waren sie still, begann das französische Gebrabbel. Ein erster Versuch zum Abendessen scheiterte an den Reisegruppen.

Bild des Tages: Kräftiger Wind

Samstag 17.05.2014

Den Samstag verbrachten wir mit Packen, Autoeinräumen und Putzen. Die Stationsenten kamen zum Abschied auf dem Parkplatz vorbei. Wir gingen extra früh ins Bett und stellten uns zur Sicherheit drei Handys als Wecker. Und es kam eine SMS nach der anderen…
Bild des Tages: es ist noch Platz im Auto


Freitag, 16. Mai 2014

16.05.2014

Die letzten Tage verliefen wie üblich vor dem Abfahrtstermin.
Die letzten Bestellungen ließen auf sich warten (diesmal SVB, LED-Lampen und Sonnensegel). Jedes Jahr nehmen wir uns vor, alles schon im Herbst zu bestellen. Und dann läuft es doch wieder wie jedes Jahr.
Die ersten schweren Kartons haben wir am letzten Wochenende gepackt. Mit den großen Teilen (Matraze, Trampolin) haben wir alles am Mittwoch zur Spedition gefahren. Carola war überzeugt, dass nie alles auf einmal in den Golf passen wird. Von wegen, wir hatten einiges an Luft. Sogar mit dem Innenspiegel hatte ich freie Sicht nach hinten.
Gestern fiel Carola ein altersschwaches Auto auf, das viel zu schnell auf die nächste Kreuzung zusteuerte. Es hatte eine Preveza Autonummer. Der griechische TÜV (so es ihn gibt) ist ja großzügiger als der Deutsche, und jetzt kommen sie mit den Rostlauben zu uns…
Am Sonntag um 03.00 Uhr wollen wir aufstehen, um 14.00 Uhr geht die Fähre ab Ancona. 770 km. Die sollten in 10 Stunden zu bewältigen sein. Und 2 Stunden vorher soll man am Hafen sein.
Kaum zu glauben, die Solars haben sich wieder gemeldet. Sie sind in Preveza. Warum, wieso, mit eigenem oder fremden Schiff, darüber schweigen sie sich aus.
Bislang blieb das Wetter in Preveza regnerisch bei Temperaturen zwischen 15 und 20°. Ein Tief dreht sich über dem Balkan, in Österreich drohen Überschwemmungen. Der Regen kann sich aus Griechenland verabschieden, die Temperaturen wären ganz angenehm.

Die Tamora in der Südsee hat ganz ähnliche Probleme wie wir. Algenleichen im Tank führten zu einem Motorstillstand. Zunächst verdächtigten sie die Einspritzpumpe und vermuteten Öl im Dieselkreislauf. Ein Austausch der Ölpumpe beseitigte das Problem nicht, jetzt wird fleißig der Dieselfilter gewechselt. Kurz vor Weihnachten hätten sie fast ihr Schiff abgefackelt. Ein Kabelbrand unter den Bodenbrettern wurde zufällig entdeckt. Die Kabel sehen aus wie unsere, die Tamora ist auch ein französisches Schiff, eine Amel. Die steht eigentlich für hohe Qualität. Aber Franzose bleibt Franzose…

Mittwoch, 7. Mai 2014

07.05.2014

Beim zweiten Dienstantritt hatte ich dann kein Glück. Kein anderer Kollege stand da und wollte unbedingt meinen Dienst übernehmen. Und kleine Leckerli wie an Ostern waren auch nicht verteilt. Dafür haben wir eine neue Stechuhr, direkt am Eingang zum Büro.
Inzwischen sind 6 Pakte eingetroffen. Das Trampolin, eine Matratze, Schlauchschellen, 90° Flachsteckhülsen, usw. Ein Paket von SVB mit nicht ganz unwichtigen Teilen, u.a. einem Borddurchbruch, steht weiter aus.
Auf Station werden die Enten immer frecher. Inzwischen trauen sie sich die Eingangstreppen hoch auf die Veranda. Der Weg zum Haus füllt sich mit Tretminen.

Bild des Tages: Stechuhr

Sonntag, 4. Mai 2014

04.05.2014

Diesen Samstag fand wieder ein Volleyballturnier statt. Gleich nebenan in Vaterstetten. 75 Mannschaften waren auf  5 Hallen im Osten von München verteilt. Da ich diesmal mit meiner regulären Mannschaft spielte, war ein Turniersieg wie beim letzten Turnier eher unwahrscheinlich. Wir wurden aber auch schon in der ersten Runde in eine Gruppe mit den stärksten Gegnern gelost. Trotzdem gewannen wir eine Spiel und ein paar Sätze. Das war in der Endabrechnung nicht gut, denn wir kamen in der Zwischenrunde in die Gruppe der Zweitplatzierten. Einen Satz gewannen wir noch und machmal führten wir auch (1 : 0, so in der Größenordnung). Dafür gingen wir auch mal gewaltig unter mit 7 : 27. Ich musste mich vor dem letzten Spiel verabschieden, da ich Nachtdienst hatte. Dachte ich. Da standen wir zu zweit da. Ich hatte mich schon im Februar für die Samstagnacht gemeldet, im Plan stand ich für die Sonntagnacht. So durfte ich mich vom anstrengenden Tag erholen.
In der Grünfläche vor meinem Arbeitsplatz lassen es sich 2 Enten gut gehen. Obwohl kein Gewässer in der Nähe ist. Im Teich vor unserer alten Wohnung haben sie bereits 6 Junge großgezogen. Reife Leistung bei den vielen Katzen in der Nähe.
Bild des Tages: Schnatterente im Gras

Dienstag, 29. April 2014

28.04.2014

Da unser Aufenthalt hier nicht mehr auf die ganz kalten Monate beschränkt ist, tauchte ein Problem auf, dem wir bisher keine Beachtung schenken mussten. Die Insekten kommen. Das Schlafzimmer wurde bereits mit einem Moskitonetz versorgt, fehlte noch die Balkontüre. Eine gute Gelegenheit, mich langsam wieder umzustellen von Tippsen auf grobmotorische Tätigkeit. Die vorgeschlagene Montagedauer von 9 Minuten habe ich weit überschritten. Ich mußte auch schwer umdenken, in der Anleitung waren die Scharniere auf der für uns falschen Seite. Das groß angekündigte Video im Netz war diesbezüglich nicht hilfreich. Und dann sprechen die von Scharnierseite und Schließseite, was ja verständlich ist. Aber was ist dann die Anschlagseite??? Und natürlich war das erforderliche Werkzeug auf dem Schiff. Die geliehene Metallsäge hatte schon recht wenige Zähne auf dem Blatt. Der Metallbohrer hatte auch wenig Vortrieb. Die Metallbrösel schienen vom Bohrer zu stammen und nicht vom Rahmen. Nach dem ersten Loch verabschiedete sich der Bohrer. Und die als „extrastabil“ angekündigte Schraube brach nach wenigen Umdrehungen und steckt jetzt im Rahmen. Da wird nächste Woche ein kurzer Besuch beim Obi fällig.

Bild des Tages: Abgebrochene Schraube im Rahmen

Sonntag, 20. April 2014

20.04.2014

Eine weitere Nacht in der Klinik ist vorbei. Nach der Handy- und Schlüsselübergabe am Abend wollte gleich losfahren. Und siehe da, der Kotflügel war repariert. Aber der Schlüssel passte nicht. Wie auch, es war das falsche kleine rote Auto. Der Dienstwagen ist jetzt schwarz und hat wieder ein Schaltgetriebe. Aber keine Standheizung für die kalten Nächte. Hinterhältigerweise wird das Gelände umgebaut. Einige Straßen haben einen anderen Verlauf. Nicht dramatisch, so gerade ein paar Meter verlegt und mit neuen Kurven. Das ist natürlich ungünstig, wenn man des nächtens die jahrelang gewohnten Wege nehmen will.
Die Bezahlung der Dienst ist nicht der Rede wert, aber zu Ostern hat man sich was einfallenlassen. Immer wieder lagen Münzen auf dem Boden. 48 Cent habe ich insgesamt aufgesammelt. Das lohnt sich doch.
Und da einige Stationen umgezogen sind, passte der Dienstschlüssel nicht mehr. Da steht man dann zwischen zwei geschlossenen Türen eingesperrt und wartet, dass jemand vorbeikommt und einen befreit…

Das kann dauern.