Ruhetag. Bedeutet natürlich nicht faul rum liegen, sondern aufräumen. Und das ist bei der Hitze ganz schön lästig. Im Gegensatz zu letztem Jahr ist der Hafen voll. Über die Segler brauchen sich die Wirte nicht zu beschweren.
Unsere Elektrik verwirrt mich erheblich. Die zwei Megapulse arbeiten unterschiedlich. Eigentlich sollten sie die Batterien auffrischen, wenn diese ausreichend geladen sind. Der eine arbeitet immer, der andere nicht. Die digitale Anzeige für den Ladezustand der Batterien zeigt was anderes als der Laderegler der Solarpaneele. Sehr verdächtig.
Mittwoch, 6. Juli 2011
Sonntag, 3. Juli 2011
Samstag 02.07.2011
Ende des Urlaubs für unsere Gäste. Sie unternehmen einen ausgiebigen Spaziergang durch Preveza. Ich rätsle währenddessen über die unterschiedlichen Anzeigen über den Ladezustand unserer Batterien. Beim Spielen an einem Kabel habe ich es losgelöst vom Kabelschuh in der Hand. Mit neuem Kabelschuh liegt die gemessene Spannung deutlich höher. Als die Mädels zurückkommen werden erst mal die Tanks aufgefüllt. Wir haben trotz 4 Personen an Bord relativ wenig Wasser verbraucht. Nach dem Abschiedsessen bei Thallia fahren wir die beiden zum Flughafen. Es geht tatsächlich eine Maschine der Lauda Air direkt nach Innsbruck. In der Nacht rücken wir kurz aus, da es kräftig tröpfelt. Die Seitenfenster schließen wir, die Lukenbleiben angelehnt. Wir haben Glück, es ist bald wieder trocken.
Bild des Tages: Fische im Hafenbecken
Freitag 01.07.2011
Um 11.45 brachen wir auf zurück nach Preveza. Nicht ohne dass zuvor nochmals gebadet wurde. Wir näherten uns dem Kanal von Lefkas von Süden. Da es unsere erste Kanaldurchfahrt war, war die Spannung natürlich groß. Die Markierungsbojen wollten gesichtet werden. Vorsichtshalber warteten wir etwas und ließen einen anderen vorfahren. Viel Platz nach links und rechts war nicht. und die Sandbänke schienen teilweise sehr nahe zu sein. Die Entscheidung, einen anderen vorausfahren zu lassen, erwies sich als Fehler. Es war ein extremer Trödler, wollte er ja auch nicht an der Brücke vorbei, sondern in die Marina. So kamen wir erst um 13.00 im Hafen an und sahen die Brücke nur mehr auf und zu schwingen. Im fast vollen Hafen warfen wir kurz den Anker, um nicht die ganze Zeit den Motor laufen lassen zu müssen. Um 13.45 lupften wir den Anker und machten uns auf den Weg zur Brücke. Diese öffnete sich nach zwei Warte-Fleckerln. Und wieder erwischten wir einen lahmen deutschen Segler. Nach der Passage der Brücke, als es wirklich eng wurde, wurde er so langsam als wollte er ein Picknick einlegen. Hier am Eck der Sandbank stand ein Bagger wie in Sibari. Und ähnlich eng war die Einfahrt. Da der Wind inzwischen kräftig wehte, wäre ich gerne möglichst schnell um die Ecke gebogen, um nicht ins Flache getrieben zu werden. Auf der freien Strecke zurück nach Preveza wurden wir kräftig versetzt. Mehrmals mussten wir die Richtung korrigieren, um die beiden Einfahrtstonnen zu treffen. Auch im Kanal wurden wir durch das einlaufende Wasser kräftig versetzt. Der Hafen von Preveza war fast voll. Wieder vor dem Gericht fanden wir ein Plätzchen. Das Anlegemanöver gelang problemlos. Nachdem das Schiff fest verzurrt war machte ich mich auf den Weg zum Tunnel. Das 16te Auto nahm mich mit durch den Tunnel. Das in der Marina geparkte Auto sprang sofort an. in Preveza stockte ich beim Lidl kurz unsere wichtigsten Vorräte auf. Nachdem Thalia bei einem Kurzbesuch an Bord eine Stufe demoliert hatte, durfte ich bei ihr zumindest den Laptop aufladen. Nach dem Abendessen bei ihr entdeckte ich ein Cafe mit freiem Internetzugang und konnte Mails laden und Blog aktualisieren.
Bild des Tages: Galionsfigur mal anders
Donnerstag 30.06.2011
Dies wurde ein fauler Badetag. Die Mädels schwammen an den Strand und sammelten ein paar Steine. Beim Baden wurde der Anker gesucht und gefunden. Ein paar durch die Büsche hüpfende Ziegen waren der Höhepunkt des Tages. Die wenigen anderen Schiffe kamen und gingen. Die Nacht wurde war wieder sehr ruhig.
Bild des Tages: Abend in der Ankerbucht
Mittwoch 29.06.2011
Die Nacht war zwar unruhig, aber der Anker hat gehalten. Bei schrittweise stärker werdendem Wind haben wir lediglich die kleinen Luken geschlossen. Später kam eine große Fähre in den Stadthafen und lärmte entsprechend. Als wir am nächsten Morgen ablegen wollten, hatten wir Probleme, den Anker frei zu bekommen. Nach ein bisschen Vorwärtsfahrt kam er nach oben. Gleichzeitig mit uns brachen viele andere Schiffe auf. Außerhalb der Bucht zählten wir über 50 Schiffe. Zwischen den Inseln wurden wir von Jets im Tiefflug besucht. Zum Abklatschen mit dem Piloten rechte es zwar nicht, aber in 100 m in vielleicht doppelter Masthöhe donnerte der eine an uns vorbei. Bis zur Enge zwischen Lefkas und Meganissi wehte ein kräftiger Wind. Und dort riss er plötzlich ab. Dahinter lag das Meer fast spiegelglatt vor uns. Daher bogen wir nicht nach Vlycho zum ganz sicheren Ankerplatz ab, sondern fuhren weiter nach Vlacho. Ein Buchstabe Unterschied, ganz andere Gegend. Ein relativ einsamer Strand am Festland. Nach einer Ehrenrunde zum Erkunden warfen wir den Anker auf ein Sandfleckchen. Dachten wir zumindest. Beim späteren Schnorcheln stellte sich heraus, dass der Anker den Sand genau um einen Meter verfehlt hatte und im Gras lag. Gehalten hatte er trotzdem, aber wir wollten nichts riskieren. Also Anker auf. Er war voller Gras und Wurzeln. Beim zweiten Versuch trafen wir das Grün. 50 Meter Kette sollten reichen. Zum Abend kamen Böen und natürlich aus entgegen gesetzter Richtung unseres Ankers. Die 50 Meter Kette reichten, dass wir nicht über den Anker trieben. Es wurde die bislang ruhigste Nacht auf dem Wasser.
Bild des Tages: Ankerbucht
Freitag, 1. Juli 2011
Dienstag 28.006.2011
Auch auf das Risiko, dass sie nicht zurückkommen würden, wünschten sich unsere Gäste eine Fahrt nach Ithaka. Dazu durften wir wieder früh aus den Federn. Vorräte einkaufen und Schiff herrichten. Kurz nach 10.00 brechen wir auf. Unter ständiger Kontrolle auf Wassereinbrüche und Öllecks fahren wir die Westküste von Lefkas entlang. Im linken Motorraum finde ich Wasser. Es läuft die Außenwand runter. Wenigstens nicht durch die Außenwand herein. Ursprung ist die alte Druckwasserpumpe. Wir schalten sie ab und werden sie bei nächster Gelegenheit ersetzen. Der Autopilot führt uns anfangs im Kreis. Nach wiederholten Ein- und Ausschalten funktioniert er. Lefkas zeiht sich. Erst nach der Umrundung von Kap Dukato kommt unser Ziel in Sicht. Hier kommt erstmals Wind auf. Bislang waren wir mit dem Motor unterwegs. Als wir die Nordspitze von Ithaka umrunden frischt der Wind so auf, dass wir lieber auf das ausgeleierte Segel verzichten. Und der Wind wird nicht weniger. Vor uns fabriziert eine deutsche Yacht einen satten Sonnenschuss. Selbst in der großen Hafenbucht von Ithaka-Stadt bläst es kräftig weiter. Wir ankern etwas abseits. Der 42 kg Bügelanker sitzt beim ersten Versuch. Trotz kräftiger Böen scheinen wir uns nicht von der Stelle zu rühren. Wir hoffen, dass der Wind im Laufe des Abends nachlässt. Sonst wird es eine unruhige Nacht und eventuell müssen wir Ankerwachen gehen.
Bild des Tages: Südspitze von Lefkas
Nachtrag: Heute Freitag sind wir wieder in Preveza angekommen.
Montag 27.06.2011
Und wieder eine ruhige und kühle Nacht. Unsere Gäste haben wirklich Glück. Aber sie ahnen immer noch nichts von der heutigen Wasserung. Obwohl Ari vorbei kommt und den Termin für 14.00 bestätigt. Wir fahren mal schnell nach Lefkas. Ich suche Metallrollen für den Baum, ohne Erfolg. Bleibt der Bummel durch die Fußgängerzone und ein Abstecher zum Kite-Strand. Zurück am Schiff treffen wir die letzten Vorbereitungen. Wasserschlauch rein, Stromkabel rein, Auto und Fahrrad umparken und unsere Gäste bleiben ahnungslos. Ari kommt mit dem Kran, wir schicken die Mädels vom Schiff und werden geliftet. Kran setzt sich in Bewegung und da meint eine: „Der fährt ja Richtung Wasser!“ Und in selbiges werden wir gelassen. Eine erste Überprüfung zeigt keinen Wassereinbruch. Sohn vom Chef kommt extra vorbei und lässt mich alle Bodenbretter hochheben. Er will es ganz genau wissen. Als es dann aus dem Liftbecken rausgeht halte ich mich genau an Aris Anweisungen. Aber hat wohl die Strömung nicht berücksichtigt. Sofort werden wir auf die anderen Schiffe gedrückt. Mit vereinten Kräften und Sohn vom Chef im Motorboot finden wir irgendwann den Weg aus der Marina. Natürlich musste ausgerechnet bei uns der Wind kräftig auffrischen und aus einer völlig unüblichen Richtung wehen. Wir fahren gleich Richtung Stadthafen und suchen uns eine große Lücke. Ein freundlicher Engländer nimmt unsere Leine an und wir liegen an der Mauer. Ein bisschen rücken wir noch, die Festmacher mit Kette werden ausgebracht, die Leiter wieder zur Gangway umgebaut. Und dann ist Ruh. Ich such wieder mal Autoreifen als Heckfenderersatz. Prebeza hat sich anscheinend noch nicht von meiner letzten Plünderung erholt, nicht einen Reifen finde ich. Die Mädels unternehmen einen Stadtbummel und ich lass die Dieseltanks füllen. In den letzten zwei Jahren an Land haben wir tatsächlich 15 Liter verbraucht. WLAN geht nicht, also kein aktueller Eintrag.
Bild des Tages: Wasserung die Zweite
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