Samstag, 7. September 2013

Samstag 07.09.2013

Heute war großer Aufbruch. Zwischenzeitlich waren 7 der 10 Schiffe aus der Bucht verschwunden. Ein deutscher Kat hatte Pech. Sein zwischen den Rümpfen am Heck quer aufgehängtes Beiboot hat er nicht ganz hoch gezogen. So schleifte dessen Heck mit dem Außenborder durch das Wasser. Als er zum Reinigen des Ankers mit Schwung vor und zurück fuhr, drehte sich das Beiboot um und der Außenborder wurde kopfüber durch das Wasser gezogen. Das wird ihm nicht gefallen haben… Vier der abgefahrenen Schiffe kamen im Lauf des Tages zurück und am Abend waren wir wieder 10.

Über dem Golf bauten sich dicke Gewitterwolken auf, bis hin zum klassischen Ambos. Der Westwind drückte sie zunächst weg von uns, schlief am späten Nachmittag aber ein. Die dunkle Wolkenwand kam immer näher und hinter den Hügeln Vonitsas blitzte es bereits. Die untergehende Sonne nahm dem Unwetter die Kraft und zwei Stunden später hatten wir wolkenfreien Sternenhimmel. Lediglich der Wind spielte verrückt und drehte uns zweimal um 180°. 

Freitag, 6. September 2013

Freitag 06.05.2013

Heute war das Deck wieder nass, dass es tropfte. Da bot sich an, die Paneele vom Saharastaub zu säubern. Über Vonitsa hing Nebel. Für nächste Woche sagt der Wetterbericht den für September typischen Wetterumschwung voraus. Das bedeutet kräftiger Wind aus Süd, Gewitter und danach kräftiger Westwind. Damit stellt sich für uns die Frage, Abwarten des schlechten Wetters in der Wassermarina oder gleich raus an Land. Hier in der Bucht profitieren wir von einer lokalen Besonderheit. Aus Westen ziehen in einem fort dunkle Wolkenbänke heran, aber wir sitzen in der Sonne. Ein Fallwind wie der Föhn am Alpenrand löst die Wolkenfronten auf, als Übergang zieren typische Föhnwolken den Himmel. Eigentlich hätte es der erste Tag unter 30° werden sollen, aber als um 15.00 der Wind einschlief, stieg das Thermometer schnell auf 32°. Am Abend wurden wir durch einem prachtvollen Sternenhimmel entschädigt.
Es wurde eng in der Bucht, 10 Schiffe insgesamt. Wir hatten Glück, auch Engländer rudeln und drängten sich an der Südseite der Bucht. Der Norden gehörte den vier deutschen Schiffen.

Bild des Tages: Englische Flotte 

Donnerstag 05.05.2013

Das Gedränge in unserer Bucht hält an. Zum Abend waren es 8 Schiffe, davon 4 Kats, davon 3 aus Deutschland. Tagsüber heizte uns Luft aus Afrika kräftig ein. Sehr ungewöhnlich, am Abend wechselten kalte und warme Luftströmungen manchmal im Minutentakt. 

Mittwoch, 4. September 2013

Mittwoch 04.05.2013

Vor dem Auslaufen absolvierten wir die üblichen Vorbereitungen. Eine Einkaufsrunde mit dem Rad, Wassertanks befüllen, zusätzliche Festmacher einholen, Fenderbretter demontieren, usw. Bei Wind von hinten überraschten wir unsere französischen Nachbarn vom Motorcat Ti Bo mit einem Eindampfen in die Vorspring. Dabei hätten sie uns so gerne bei den Leinen geholfen. An der Clear Eyes vorbei fuhren wir Richtung Vonitsa. Die üblichen Schildkröten winkten uns zu und zusätzlich zeigten sich Delphine und ein Schwarm Flamingos. Zwei schiffe begegneten uns. Umso überraschter waren wir, sechs Schiffe (davon drei alte Bekannte) in unserer Bucht anzutreffen. So gerade eben konnten wir uns an unserem alten Platz niederlassen. 

Dienstag, 3. September 2013

Dienstag 03.09.2013

In der Nacht hat es wieder einmal hart und laut an den Rumpf geklopft. Es dürfte die Turtle gewesen sein. Den ganzen Vormittag tauchte sie immer wieder in der Bucht auf. Und ein Eisvogel nahm auf unserer Reling Platz.
Da beim letzten Einkauf in Preveza kaum etwas in den Regalen stand, mussten wir einen kurzen Abstecher zum Auffüllen unserer Vorräte einlegen. Kette und Anker kamen praktisch sauber hoch. Zwei Eimer mit Seewasser genügten, die Dreckspritzer von Deck zu waschen. Kaum waren wir aus der Bucht, wurden wir von der Neilson-Flottille umringt. In diesem Pulk von 12 Schiffen fuhren alle kreuz und quer. Besondere Vorsicht wegen des Felsens am Insel-Kap ließ keiner der anderen walten. Der Engländer saß nicht mehr drauf, es wäre Platz für einen neuen gewesen.
Diesmal waren wir beim Einkaufen erfolgreicher. Wir trafen einen Bekannten aus der Schweinebucht, von der Tue Break. Er geht nächste Woche an Land. Während wir bei Thalia saßen, kam ein großer Zweimaster in das Hafenbecken und warf Anker. Die Masten waren wie Weihnachtsbäume beleuchtet und die Fische wurden durch Unterwasserstrahler um ihren Schlaf gebracht.

Bild des Tages: Rallye nach Preveza

Montag, 2. September 2013

Montag 02.09.2013

Im Laufe des Vormittags verließen uns alle Segelschiffe und wir waren alleine in der Bucht. Kurz vor Sonnenuntergang kommen zwei Engländer und legten sich links und rechts von uns. Sie kuscheln halt gerne…

Schon gestern Nacht hatten Wolken die Sterne verdeckt. Um 01.00 fielen die ersten Regentropfen seit Wochen. Heute war es den ganzen Tag bewölkt und gelegentlich tröpfelte es. Umso erfreulicher, dass die Batterien mittags voll geladen waren und der Kühlschrank auf der höchsten Stufe laufen konnte. Unsere Paneele haben offensichtlich eine gute Stromausbeute. Die Wolken bescherten uns den ersten Tag mit weniger als 30° im Schiff. Es waren 29,6°. 

Sonntag, 1. September 2013

Samstag 31.08.2013

Einmal Brotkaufen in Vonitsa stand heute an. Bei flachem Wasser in Gleitfahrt war die Strecke rasch bewältigt. Im Hafen wären ein paar Plätze frei, würden alle zusammenrücken auch für uns. Alte Bekannte wie die Va, die Wallonia und die Amarone liegen hier. Entlang der Hafenmole spazierend tauchte direkt neben mir eine Turtle auf. Sie begleitete mich ein Stück und versteckte sich dann hinter einem Fischerboot. Dort traf sie sich mit einer zweiten. In Vonitsa ist alles wie früher. Im Proton-Supermarkt sind die Regale sehr übersichtlich gefüllt. Von vielen Produkten gibt es kaum mehr als 5, andere füllen eine ganze Regalreihe. Nach der Rückkehr in die Bucht statte ich dem Schweinestall einen Besuch ab. Büschel von Schweinehaar und Blut am Boden legt den Verdacht nahe, dass dort vor Ort geschlachtet wird. Kein Wunder, dass jedes Schwein das Weite sucht, sobald es meiner ansichtig wird. Ich bin ja nicht besser. Als sich Herr Schweinhirt mit seiner scheppernden Karre nähert, verdrücke ich mich schleunigst in die Büsche.
Unser englischer Nachbar beschallte uns mit Opernarien, bevor er den Anker lichtete. Dafür kamen drei deutsche Schiffe. Zwei von ihnen scharten sich eng um uns. Die Sailing Holidays Flottille steuerte Vonitsa an. die meisten mussten zunächst ankern, zwei sogar in unsere Bucht. Irgendwie haben es die Flottenführer dann geschafft, die Schiffe in den Hafen zu stapeln.
Am Abend war aus Westen Lifemusik zu hören. Die nächstgelegen größere Ortschaft ist Preveza. Wenn dort der Ursprung der Musik lag konnten wir froh sein, nicht im Hafen zu liegen.

Bild des Tages: Turtle im Hafenbecken