Sonntag, 16. Dezember 2012

16.12.2012



Das Winterleben nimmt seinen gewohnten Gang. Der erste Wintereinbruch geht gerade zu Ende. Einige Tage hatten wir viel Schnee und Kälte. Carola hat es richtig erwischt und verbrachte diese Tage in ihrer Heimat. Die neuen Arbeitslisten sind geschrieben. Jetzt für den Winter sind es 4 Seiten, für das Frühjahr sind es „nur“ zwei Seiten Landarbeiten, die Arbeiten am Schiff komplett sind weiterhin vier Seiten.

Der Schwerpunkt unserer aktuellen Arbeit liegt in der Unterstützung zweier Ösis. Es sind Heike und Michael von der Solarwave. Die bemühen sich seit längerem, in den Verkauf von Solarschiffen einzusteigen. Wir wären ja ihre ersten Kunden, wenn wir das nötige Kleingeld hätten. So ein Solarschiff ist schon ein feines Teil. Vor allem in Hinblick auf den Komfort. Kochen mit Induktionsherd, Kühlschrank mit Eiswürfelmacher, Tiefkühltruhe, Wassermacher, Waschmaschine, Klimaanlage und vieles mehr. Unser Traumschiff halt. Wir engagieren uns bei der Unterstützung der Ösis zum Verkauf von Solarkats und wenn wir erfolgreich sind, fällt eine Solarwave für uns ab. Näheres zur Solarwave  steht auf der Homepage solarwave.at Das aktuelle Projekt, einen schönen Prospekt zu erstellen, ist fast abgeschlossen. Nebenbei durfte ich das neue Buch vom Ösi-Michi korrekturlesen. Er vertraute mir allerdings nicht alleine, da ich Bayer bin und daher wie die Ösis selber kein Deutsch kann. 

Sonntag, 25. November 2012

25.11.2012

Inzwischen sind wir in Haar angekommen und haben uns eingerichtet. Mein Weg zum Arbeitsplatz hat sich dramatisch reduziert. Statt Kilometer sind es Meter. Von der Radlwerkstatt auf Haus 19 habe ich mein dort im Frühjahr eingestelltes Rad abgeholt. Achim verpasste ihm ein spezielles Tuning. „Michi, Du bist der einzige, dem ich Fett auf die Kette schmiere. Ich weiß ja, wie sparsam Du mit Öl umgehst.“ „Dieses Kabel da, das ist doch bloß im Weg. Licht brauchst Du eh nicht.“ „Die abgebrochene Halterung vom Gepäckträger, die biegen wir um das andere Stangerl und wickeln einen Kabelbinder rum.“ „Die Bremsen ziehen nicht, aber quietschen, das reicht. Sobald es kalt wird frieren sie Dir eh ein.“

Sonntag, 11. November 2012


Sonntag 1.11.2012
Der nächste Umzug geht dem Ende entgegen. Nachdem wir doch ein Zimmer vom Arbeitgeber bekommen haben, wird dieses jetzt endgültig bezogen. Diesmal mussten wir neue Möbel anschaffen. Küche mit Herd und Kühlschrank sowie ein Einbauschrank für Kleider war vorhanden. Bett und Tisch war das dringlichste für einen Einzug. Uns fehlen dann noch ein paar Kleinigkeiten wie Sofa, Fernsehtisch, kleiner Schuhschrank, Badschrank, Buffetschrank und kleine Regale. Da das Zimmer viele Dachschrägen hat, ist die Auswahl etwas schwierig.
Bild des Tages: Und wieder leere Kisten. Erstaunlich, dass deren Inhalt bereits im vorhandenen Mobiliar verstaut ist.

Mittwoch, 31. Oktober 2012

31.10.2012

Am letzten Freitag wurden Erinnerungen an griechische Nächte wach. Wach blieben auch wir, da in der Wohnung über uns Party gefeiert wurde. Mit Techno-Gestampfe aus den Laut-sprechern und mit den Füßen. Zwischenzeitlich atmeten wir auf, da das Jungvolk beschloss, in eine Kneipe zu ziehen. Aber sie kamen wieder. Um 05.00 morgens ging die Party weiter. Da es unsere letzte Nacht in Breitbrunn war, ließen wir es gut sein.


Am Samstag zogen wir bei Schneefall zu meinen Eltern. Von dort sind es einfach immerhin 24 km weniger nach Haar. Wegen ungeschickter Schachtelstapelung im Auto mussten wir viermal zwischen Breitbrunn und Bamham hin und her fahren. Nachdem wir uns in der neuen Wohnung eingerichtet hatten, bekam ich am Montag in der Arbeit einen Brief vom Arbeitge-ber. Sie freuen sich, uns ab 01.11. ein Appartment zur Verfügen stellen zu können.

Montag, 22. Oktober 2012

Montag 22.10.2012

Die endgültige Klärung, wie es mit dem alten Auto weitergehen sollte, verzögerte sich. Herr Bader ist ein sehr bemühter Mechaniker, aber etwas schwer erreichbar. Letztlich meinte er, dass sich eine Reparatur schon noch lohnen würde. Aber mir ist natürlich ein neuer Golf lie-ber als ein alter Renault. Das verstand auch Herr Bader und er will gleich den Weiterverkauf übernehmen.


Das neue Auto nutzten wir zum Wocheneinkaufen, wie wir es aus Griechenland gewohnt wa-ren. Der Lidl in Endorf hat wahrscheinlich die gleiche Grundfläche wie seine Schwestern in Griechenland, aber die Auswahl ist mindestens dreimal so groß. Von Olivenöl und Käse mal abgesehen.

In Sachen Wohnung hat sich nichts Neues ergeben. Vom Arbeitgeber keine Nachricht, ein Apartment hat sich Carola am Wochenende angesehen, während ich Dienst hatte. Die ist schon sehr klein. Wenn man eine Schlafcouch ausziehen würde, müsste man Stühle und Ti-sche immer wegräumen. Die Lage in Bogenhausen und die Anbindung an öffentliche Ver-kehrsmittel hingegen wäre sehr gut.

Donnerstag, 11. Oktober 2012

Donnerstag 11.12.2012

Nachdem ich das Auto in die Werkstatt gebracht hatte blieben Nachrichten von dort aus. Die Preisanfrage ihrerseits steht aus. Da ich dadurch in Haar festsaß nahm mich Seaman erster Klasse Matthias bei sich auf. Die Geräusche bei ihm in der Nacht weckten Erinnerungen ans Schiff. Zwei Wasserschildkröten im Aquarium klopften an die Scheibe und plantschten rum. Der nächste Tag brachte keine neuen Erkenntnisse aus der Werkstatt. Also fuhr ich mit dem Zug nach Rosenheim und bekam von meinen Eltern ein Auto geliehen. Ein richtig neues mit richtigem Durchzug, wenn man auf das Gaspedal tritt.

Montag, 8. Oktober 2012

Montag 08.10.2012


Jetzt wird es langsam eng. Heute war ich beim Mechaniker in Haar. Es ist nicht „nur“ das Achslager. Das würde das leiseste Geräusch verursachen. Die Antriebswellenköpfe sind hinüber, weil jemand mal kein Fett drauf geschmiert hat. Dadurch vibriert alles und die Achslager und das Getriebe werden in Mitleidenschaf gezogen. So werde ich morgen noch einmal nach Haar fahren und das Auto gleich zum Mechaniker bringen. Auf irgendeiner Station wird sich schon ein Plätzchen für mich zum nächtigen finden. Es stellt sich halt die Frage, ob sich eine Reparatur lohnt, oder ob ein neues gebrauchtes günstiger käme.