Samstag, 20. Mai 2023

Freitag 19.05.2023

 Ein weiterer Sonnentag ist angekündigt, vor dem nächsten Regen. Also unternehmen wir eine weitere Radltour. Startpunkt ist diesmal Nidri, 45 Minuten dauert die Fahrt mit der Neuen Straße (ohne Wartezeit an der Drehbrücke). Auf dem Weg nach Platystoma blüht es in vielen Farben, aber hauptsächlich in Gelb (wegen dem Ginster). Am Aussichtspunkt werden wieder die Schiffe vor Nidri gezählt. Es sind 100, da gibt es wenig Bewegung. Ebenso bei den Autos, die uns begegnen. 10 bis Platystoma, die Hälfte davon Touristen. Kurz vor Vafkeri versuchen wir eine neue Strecke. Eine Straße zum Kloster Tachxaechos. Normalerweise werden solche Straßen rasch zu Schotterpisten, nicht diese. Allerdings kommt auch kein Kloster. Viele Autos fahren hier nicht, weshalb wir die riesigen Spinnennetze beseitigen dürfen, welche quer über die Straße gesponnen sind. Und auf eine große Schlange treffen wir, eine wirklich große. Geschlängelt nimmt sie immer noch die gesamte Straßenbreite ein, eine einspurige Straße halt. Die Ausblicke sind neu und die Sicht ist hervorragend. Und irgendwann sind wir in Englouvi. Der Wegweiser in die Straße, auf der wir kamen, weißt zum Kloster Asomaton. Auch das hat sich vor uns versteckt. Hinunter nach Nidri begegnen uns 2 Autos. Und wir treffen den inzwischen bekannten Ziegenhirte, wie üblich auf dem Motorrad sitzend und telefonierend.

In Nidri an der Hafenpromenade ist etwas mehr los, wobei der Ablauf unverändert ist. Um 16.00 Uhr werden die Arbeiter von Skorpios ausgeladen, 30 Mann. Die Arbeit auf der russischen Insel läuft weiter, das hat auch Les berichtet. Und russisches Geld fließt weiter zu den Griechen. Um 17.00 Uhr legt die Fähre nach Meganissi ab und machen uns auch auf den Weg.

In Preveza und bei Thalia ist ebenfalls viel Betrieb. Gleich zwei große Tische bekommt sie gefüllt. Vor dem Landgerichtsgebäude hielten die radikalen Linken eine Veranstaltung ab. Immerhin 20-30 Zuhörer und 5 Gegendemonstranten. Es ist die einzige Partei, deren Plakate man überall kleben sieht. Und in 2 Tagen ist Wahl.

Und so nebenbei, Minoan hat eine SMS geschickt, dass unsere Fähre gestrichen wurde. Wir können eine frühere nach Brindisi nehmen, oder die am nächsten Tag, oder mit einer anderen Gesellschaft fahren. Wie genau man das organisieren soll, schreiben sie nicht.



Donnerstag, 18.05.2023

 Der erste Tag mit weitgehend blauem Himmel. Auf nach Lefkas zur ersten großen Radltour. Startpunkt ist Aspen und von dort geht es über Karia zum Profitis Ilias. Hinunter diesmal nicht über die Westküste. Diese ziehen ständig dunkle Wolken hoch, getrieben von einem kühlen Wind. Über Englouvi rollen wir zurück nach Karia und Aspen. Am Hafen in Nidri sitzt es sich jetzt bei etwas über 20° angenehmer als die letzten Tage. Viel Betrieb ist immer noch nicht. Die Chartergesellschaften bereiten in aller Ruhe ihre Schiffe vor. Z.B. AVeleCazzate. Der Beleibte Chef wandert telefonierend am Steg auf und ab, eine fleißge Dame bringt die Schiffe auf Vordermann.  





Mittwoch, 17.05.2023

 In den frühen Morgenstunden begann es zu regnen. Immer wieder ein bißchen. Blitz und Donner waren auch dabei. Als es aussah, als würde es einige Zeit trocken bleiben, starteten wir nach Vonitsa. Auf der alten Straße. Die war entsprechend wenig befahren. Bei einem Abstecher auf die Halbinsel entdeckten wir einen neuen Strand an der Westküste. Mit Kiesstrand, Sonnenschirmen und einer verrotteten Beach-Bar. Blick auf den Flughafen und Preveza in der Ferne. In der Schweinebucht ankerten zwei Schiffe, die Zufahrt zum Schweinstall war so zugewachsen, dass wir uns nicht weiter durch die Disteln zum Stall schlängeln wollten.

In Vonitsa hatte sich die Jugend in den Cafes versammelt. Immer wieder fuhren laut knatternde Roller vor. Alle ohne Helm, eine mit Krücken in der Hand bei bandagiertem Bein. Auf einmal verschwanden alle, da war wohl die Mittagspause vorbei. Vor einem erneuten Schauer ging´s zurück in die Marina.

Weiterer Kleinkram wird erledigt, unter anderem Sortieren der Schrauben.

Beim Panos ist wie üblich volles Haus und die Italiener sorgen für entsprechende Lautstärke.




Dienstag 16.05.2023

 Schon in der Nacht hat es zu regnen begonnen. Der kam ohne eingelagerten Sand herunter und das nützte ich, mit dem Wasserschlauch den Sand vom Deck zu spülen. Innenarneiten werden erledigt, jetzt sind alle neuen Luken mit einer Verkleidung der Schrauben und es Rahmens ausgestattet.

Es sind viele Leute in der Marina. Das zeigt sich in den Duschen. Heute ist wieder einmal das warme Wasser aus.



Montag, 15.05.2023

 Die Griechen meinten es gut mit uns. Um 23.00 Uhr endete die laute Musik. Es war wohl doch ein Konzert und nicht die Disco.

Eine neue Radltour steht auf dem Programm. Start an der Westküste, bei Kalamitsi. Erst die Serpentinen hinunter, dann hinauf nach Drymonas. Der stürmische Südwind macht die Sache teilweise sehr unangenehm. Böig kommt aus den unterschiedlichsten Richtungen. Dabei werden wir schon mal um einen Meter seitlich versetzt. Oder fast bis zum Stillstand abgebremst. Trotzdem fahren wir von Drymonas einmal um den Hügel mit Blick nach Osten. In der Hochebene hat sich ein See gebildet. Der künstliche Stausee hingegen ist nut halb gefüllt. Der ist wohl immer noch undicht. Ginster und Blumen in verschiedensten Farben sorgen für einen ständigen süßlichen Duft in der Luft. Auf der Paßhöhe legt der Wind nochmals zu. Teilweise müssen wir bergab in die Pedale treten. In Exanthia biegen wir ab Richtung Hortata und nach einem erneuten Anstieg abwärts nach Kalamitsi. Diese Straße ist komplett einsam. Erst kurz vor Kalamitsi häufen sich die Neubauten an Ferienhäusern. Im Sommer wäre die gesamte Strecke sehr unangenehm zu fahren gewesen, sie wäre voll gewesen mit Touristenautos. Auf dem Meer hinterlassen die Fallböen streifige Gischt, Segelboote sind keine unterwegs. An der Marina in Lefkas-Stadt ist noch kein Betrieb. Die Charterschiffe liegen fast komplett an den Stegen.

Dank der neuen Straße sind wir in 25 Minuten zurück in der Marina. Aber ob das den Bau rechtfertigt? Kaum ein anderes Fahrzeug ist auf der Straße unterwegs, wie auch auf der Autobahn vom Flughafen nach Vonitsa.

Teilweise hatte es tagsüber 30°, im Schiff sind es am Abend noch 26°. T-Shirt-Werte.








Sonntag, 14.05.2023

 Waschtag. Allerdings beginnt der Tag mit Stromausfall. In Vertrauen auf die rasche Abhilfe durch die Marina-Leute wird trotzdem alles vorbereitet. Stromkabel und Wasserschlauch hochführen und anschließen, Abfluss an einen Stein im Waschbecken festbinden. Und dann ist auch der Strom wieder da. Kleine Arbeiten werden erledigt, 3 Lampen repariert (alte französische Leitungen lassen grüßen). Bretter zur Verstärkung der Bodenbretter werden vorbereitet. Trotz fehlender Sonne wird die Wäsche trocken.

Abends beim Panos drängeln sich die Leute. Trotz Aushilfskräfte herrscht das Chaos. Mitso, der Sohn des Hauses fehlt als ordnende Hand.




Samstag, 13.05.2023

 Aufstehen um 08.00 Uhr bei 16° im Schiff. Eine erste Fahrt nach Lefkas steht an. Von Nidri aus geht es hoch nach Vafkeri und weiter nach Englovi. Alles ist grün und voller Blüten. Auf Sonnencreme konnten wir verzichten, da es dick bewölkt war. Streckenweise waren wir von Wolken/Nebel eingehüllt. Entsprechend kühl war es, auch durch den kräftigen Wind. Da eine breite Regenfront angezeigt war, drehten wir am Sattel um. Um nichts zu früh, denn in Nidri begann es zu regnen. Alle flüchteten sich in die Cafes unter die Dächer. Alle klingt nach viel, viele Touristen waren noch nicht unterwegs. Die Fußgängerzone und die Hafenpromenade waren sehr leer. Mit dem Auto durch die Fußgängerzone zu fahren war kein Problem. Auch wurde der Hafen ausgebaut, mit 3 Mio. € der EU. In einem Monat sollten sie fertig sei, das wird wohl nichts.

Ein Einkaufsstopp in Lefkada und über die neue Straße zurück. Die ausgeschilderte Route nach Aktio ist ein Umweg über die alte Straße nach Vonitsa, die kurz vor dem Flughafen wirder auf die Autobahn geführt wird. Reichlich umständlich. Diesmal waren um 19.00 Uhr alle Duschen frei und das Wasser noch heiß. Beim Panos war reger Betrieb, aber auch nicht mehr als sonst. Die 10 gelandeten Flieger von heute haben wohl keine Segler mitgebracht.

Zurück am Schiff beginnt es wieder zu tröpfeln und das Thermometer schafft es nicht über 18°.