Da der Wetterbericht zumindest für heute gut aussah, beschlossen wir in die Bucht zurückzukehren. Davor besuchten wir wie üblich Masoutis und Lidl. Das Ablegen war kein Problem, der Wind hatte noch nicht gedreht und drückte uns langsam weg vom Steg. Heute war Schildkrötentag. 6 Stück grüßten uns auf dem Weg in die Bucht. Bei spiegelglattem Wasser waren sie gut zu erkennen. In der Bucht lagen zwei deutsche Schiffe und wir konnten mitten in der Mitte ankern. Am Nachmittag wurde es uns doch etwas anders, als dicke Wolken aufzogen. Links und rechts von uns grollten die Donner. Aber Poseidon behielt Recht, genau über uns blieb es trocken. In der Nacht hüpften die Fische wie wild gegen die Bordwand. Was Ihnen daran wohl so gefällt? Und es kamen im Dunkeln zwei weitere Schiffe. Eines blieb in ausreichendem Abstand am Buchteingang, das andere warf seinen Anker recht nahe bei uns. Und beim alibimäßigem Einfahren kamen sie uns sehr nahe.
Wir haben Glück, das wir den Lockrufen der Solarwave nicht in den Süden gefolgt sind. Die Brücke über den Lefkas Kanal ist hinüber. Sie wurde ja erst im Frühjahr einige Wochen gewartet. Jetzt sitzen alle in Lefkas fest.
Samstag, 8. September 2012
Donnerstag, 6. September 2012
Donnerstag 06.09.2012
Die für heute angekündigten Wetterkapriolen blieben aus. Thalia erzählte am Abend, bei ihrem Bruder in Korfu habe es eine Stunde geregnet. Hier türmten sich lediglich weit weg in den Bergen Wolken auf, zu einem Gewitterambos reichte es nicht. Natürlich bleiben die Wetterberichte uneinheitlich. Wir werden den morgigen abwarten. Hier gab es wieder einige brenzlige Anlegemanöver. Es ist erstaunlich, dass es doch immer wieder geling, auf den letzten Zentimeter einen Zusammenstoß zwischen Schiff und Hafenmauer zu vermeiden.
Die Steam Spirit kam früh an und Lothar schenkte uns einen Basilikum-Busch zur Mückenabwehr und einen schwarzen Raben zur Verteidigung des Decks gegen Scheißerles.
Die Steam Spirit kam früh an und Lothar schenkte uns einen Basilikum-Busch zur Mückenabwehr und einen schwarzen Raben zur Verteidigung des Decks gegen Scheißerles.
Mittwoch, 5. September 2012
Mittwoch 05.09.2012
Heute hatten wir genug. Wieder sind alle aus der Bucht geflohen, noch bevor wir mit dem Frühstück fertig waren. Dann fahren wir halt auch. Da der Wetterbericht recht uneinheitlich war (es reichte von Sonnenschein über dicke Wolken bis hin zu Gewitter), viel uns die Entscheidung nicht schwer. Am Kap mit der Insel trafen wir auf zwei Delfine. Einer hielt etwas Abstand, der andere war zum Spielen aufgelegt. Er tauchte immer unter einem Rumpf hin und her. Mal hüpfte er neben dem Rumpf hoch, mal tauchte er zwischen den Rümpfen auf und blies durch das Trampolin. Als wir die Richtung änderten zogen sie ab. Später überflog uns ein Flamingo-Schwarm Richtung Norden. In der Marina waren viele Plätze frei. Die aus Südwesten aufziehenden Wolken haben die Segler bislang nicht hierher getrieben. Natürlich musste ich in Erwartung eines Unwetters zunächst mal Nägel im Beton mit der Flex entfernen. Irgendwann werde ich sicher sämtliche Stege durch haben. Die Marinaschildkröte schaute kurz vorbei.
Auf dem Weg zu Thalia fiel uns auf, dass das Restia, ein Cafe neben der ehemaligen Bodega, ebenfalls ausgeräumt ist. Laut Thalia hätten die Betreiber kein Geschäft gemacht, obwohl ihnen das Haus selbst gehört hätte. Und es würden bald zwei weitere Cafes schließen, das BecInTo und das erst letztes Jahr eröffnete FloCafe. Dadurch würde das hintere Eck des Stadthafens deutlich ruhiger werden. Selbst im Prevere, dem P1 von Preveza, waren heute viele Stühle frei.
Die Zimmersuche in Deutschland gestaltet sich weiter schwierig. Bislang haben wir eine Ferienwohnung für 1000 € im Monat und eine Wohnung mit einer Studentin als Mitbewohnerin zur Auswahl. Aus Haar selbst kommen keine Nachrichten.
Auf dem Weg zu Thalia fiel uns auf, dass das Restia, ein Cafe neben der ehemaligen Bodega, ebenfalls ausgeräumt ist. Laut Thalia hätten die Betreiber kein Geschäft gemacht, obwohl ihnen das Haus selbst gehört hätte. Und es würden bald zwei weitere Cafes schließen, das BecInTo und das erst letztes Jahr eröffnete FloCafe. Dadurch würde das hintere Eck des Stadthafens deutlich ruhiger werden. Selbst im Prevere, dem P1 von Preveza, waren heute viele Stühle frei.
Die Zimmersuche in Deutschland gestaltet sich weiter schwierig. Bislang haben wir eine Ferienwohnung für 1000 € im Monat und eine Wohnung mit einer Studentin als Mitbewohnerin zur Auswahl. Aus Haar selbst kommen keine Nachrichten.
Dienstag, 4. September 2012
Dienstag 04.09.2012
Die gleiche Prozedur, wie jeden Tag, alle Schiffe hauten am Vormittag ab. Langsam beziehen wir das auf uns. Zumindest kamen bis zum drei neue. Und Florian von der Steam Spirit aus Vonitsa kam mit dem Beiboot zu uns. Mit einem sofort anspringenden, rund laufenden Außenborder. Sie waren auf der Suche nach Schildkröten. Die wir leider nicht bieten konnten.
Die Nächte sind im Moment wie in den Bergen. Unten „im Tal“ sind die Lichter der Straßenlaternen in Vonitsa aufgereiht, weiter oben an den Berghängen (eher Hügel) leuchten die Häuser kleinerer Ortschaften und manche Gipfel sind beleuchtet wegen der darauf stehender Sendemasten. Und darüber ein Sternenhimmel wie in einer kalten Winternacht.
Die Nächte sind im Moment wie in den Bergen. Unten „im Tal“ sind die Lichter der Straßenlaternen in Vonitsa aufgereiht, weiter oben an den Berghängen (eher Hügel) leuchten die Häuser kleinerer Ortschaften und manche Gipfel sind beleuchtet wegen der darauf stehender Sendemasten. Und darüber ein Sternenhimmel wie in einer kalten Winternacht.
Montag, 3. September 2012
Montag 03.09.2012
Auch heute flüchteten im Laufe des Vormittags alle Schiffe aus der Bucht. Alleine blieben wir nicht, 4 neu trudelten bis zum Abend ein. Darunter unser deutscher Ankerspezialist, der erneut 4 Versuche unternahm, seinen Anker mit kurzer Kette einzufahren. Und immer muss er seine Crew schimpfen, weil sie nicht richtig spurt. Ich verfütterte einen Rest angeschimmeltes Brot an die Möwen. Anstatt dass sich jede einen Brocken aus dem Wasser schnappt, versuchen sie alle der ersten erfolgreichen Möwe ihr Teil abzujagen. Und die vielen im Wasser schwimmenden Stücke lassen sie treiben. Ich springe mit langem Besen und Taucherbrille ins Wasser und bürste einen Rumpf frei von Schleim und leichtem Algenbewuchs. In der Nacht hatten wohl Fische oder anderes Getier begonnen, den Bewuchs abzuknabbern. Dabei haben sie immer laut an den Rumpf geklopft.
Bild des Tages: Futterneidige Möwen
Sonntag, 2. September 2012
Sonntag 02.09.2012
Wir sind offensichtlich unmögliche Nachbarn. Sehr bald verließen alle anderen Schiffe die Bucht. Die Franzosen sind natürlich gleichzeitig abgerudelt. Und später schwamm die obligatorische Wasserflasche in der Bucht. Wenigstens eine Schildkröte hielt uns die Treue und winkte ein paar mal mit den Flossen. Vormittags frischte der Ostwind kurz auf, später setzte sich der übliche Westwind durch. Und es kamen zwei neue Schiffe.
Im Wasser treibt irgendein ein großes Tier sein Unwesen. Plötzlich wird das Wasser aufgewirbelt, kleiner Fischer suchen ihr Heil in der Flucht und springen aus dem Wasser. Später treiben ein Paar tote kleiner Fische auf dem Wasser und werden einer nach dem anderen verschluckt. Gesehen haben wir das Monster noch nicht.
Im Wasser treibt irgendein ein großes Tier sein Unwesen. Plötzlich wird das Wasser aufgewirbelt, kleiner Fischer suchen ihr Heil in der Flucht und springen aus dem Wasser. Später treiben ein Paar tote kleiner Fische auf dem Wasser und werden einer nach dem anderen verschluckt. Gesehen haben wir das Monster noch nicht.
Samstag, 1. September 2012
Samstag 01.09.2012
Die Nacht war gestört durch Musik, Mücken und fehlende Abkühlung durch einen kleinen Lufthauch. Vor Sonnenaufgang musste ich an Deck und eine Krähe aus dem Mast vertreiben. Die ließ sich durch Rütteln an den Wanten zunächst gar nicht stören. Eigentlich hätten wir nach dem Broteinkauf ablegen können, aber die Solarwaves nötigten uns zu einem zweiten Frühstück mit Sekt und Kuchen. Und dann zog uns Heike beim Ablegen immer wieder zum Steg zurück. Irgendwann schafften wir es doch und zogen an der winkenden Schildkröte aus der Marina. Gegen Strom und Wind dauerte es diesmal etwas länger, bis wir in der Bucht waren. Wir haben wohl zu viel Werbung gemacht. 6 Schiffe lagen bereits vor Anker. Jetzt sind wir dem Schweinestall nochmals einen Tick näher. Um 22.00 dachten wir, die Wochenendfeten der Griechen wären vorbei. Von Mitternacht bis Sonnenaufgang schallte wie gewohnt das Gejaule aus Vonitsa herüber. Ab 03.00 kam Ostwind dazu, der das Schiff klappern ließ.
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