Montag, 12. Juli 2010
12.07.2010 Montag
Nach dem Spachteln ist vor dem Schleifen. Auch hier zeigen sich die Vorteile von Carolas Technik. Viel weniger Löcher bleiben zurück. Diesmal beginne ich mit den schwierig zu erreichenden Stellen. Bedeutet Maschine über Kopf und Dreck im Gesicht. Zwischendurch schaut Sofia von der Marina vorbei und wir besprechen kurz das Problem mit dem Edelstahlrahmen, dass wir einen Elektriker für das Ankerlicht in der Mastspitze brauchen und gerne eine Zwischenrechnung hätten. Unser Ersatzteil ist natürlich immer noch nicht da. Wenn es in Athen verfügbar ist wird es dort am Mittwoch abgeschickt. Wahrscheinlich ist es aus Deutschland schneller da.
11.07.2010 Sonntag
Und wieder wird gespachtelt. Mit weniger Töpfen und weniger Sand schafft es Carola, in der gleichen Zeit mehr Fläche zu spachteln als wir beide zusammen. Die zweite von vier Rumpfhälften hat somit ihren ersten „Anstrich“ und wir gönnen uns dafür ein Abendessen in der Taverne.
10.07.2010 Samstag
Und wieder ein Spachteltag. Inzwischen haben wir Arbeitsteilung eingeführt. Carla spachtelt und ich rühre das Epoxy an. Ich finde einfach keine Technik, den Batz richtig aufzutragen.
Unser Verteilerläufer lässt weiter auf sich warten. Der Ersatzteilemensch ist einfach nicht aufgetaucht.
Unser Verteilerläufer lässt weiter auf sich warten. Der Ersatzteilemensch ist einfach nicht aufgetaucht.
Samstag, 10. Juli 2010
09.07.2010 Freitag
Schon am frühen Vormittag schaut Les vorbei und legt einen Sack Sand unter das Schiff. Das ist prompte Bedienung. Weil wir immer noch nicht mobil sind fahre ich zum Einkaufen des Nötigsten mit dem Marinabus nach Preveza, Carola wäscht, wässert die Straße und den vorbeifahrenden Marinachef. Ab Mittag wird wieder gespachtelt. Diesmal nicht solange wie gestern, wobei die gespachtelte Fläche trotzdem größer erscheint als die gestrige. Mit Bildern vom Spachteln wollen wir Euch verschonen, deshalb greifen wir auf’s Archiv zurück.
Bild des Tages: Blick von Balkon in Sakis Haus
Donnerstag, 8. Juli 2010
08.07.2010 Donnerstag
Wir warten auf das Ersatzteil. Ich nutze die Zeit, um mich mit dem Problem mit unserem österreichischen Schweißer auseinanderzusetzen. Der hatte ja vorbeigeschaut und wollte den Rest für den Dachrahmen bezahlt haben. Als Begründung, warum er ihn nicht hier montieren könnte, gab es lediglich ein grundsätzlich nicht. Ich meinerseits will nicht den vollen Preis bezahlen, solange das Teil nicht montiert ist. Er wirft mir jetzt vor, nicht zahlen zu wollen und will auf einmal Lagerungsgebühren für den Rahmen. Mal sehen wie das ausgeht. Das Ersatzteil passt leider nicht. Es ist zu groß, was wir erst merken, nachdem alles eingebaut und provisorisch verdrahtet ist. Einen Versuch bekommt der Ersatzteilhändler noch. Die Teile werden hier tatsächlich ins Haus geliefert. Zwischendurch betet sich uns ein sehr überraschender Anblick. Ein Kreuzfahrtschiff hält auf die Einfahrt zu und kommt tatsächlich in den Hafen von Preveza. Zwar nur vor Anker aber immerhin. In der Fahrrinne möchte ich so einem Pott nicht begegnen. Wir starten eine neue Runde Spachteln. Wir hätten eh warten müssen, bis die Sonne nicht mehr auf die Außenseite des linken Bugs brannte. Der heute starke Wind stört wieder gewaltig. Es weht uns die Pampe schon davon, wenn wir sie aus dem Mischbecher auf die Paletten gießen. Wie üblich ist am Abend die zu sehende Ausbeute an Arbeit gering. Mehr als 8 Töpfe wären und sind auch morgen nicht möglich, da wir keinen Sand mehr haben.
Bild des Tages: Kreuzfahrtschiff
07.07.2010 Mittwoch
Nach einem Frühstück im Freien (Die staubige Straße wurde vorher ausgiebig gewässert, da wieder starker LKW-Verkehr war) starteten die beiden mit zwei Autos zurück nach Pylos. Uns holte die Realität rasch wieder ein. Auf dem Weg nach Lefkas zum dringend nötigen Aufstocken unserer Vorräte verreckte der Golf. Fast neben einer Tankstelle, die aber keine Werkstatt hatte. Eine solche hätte auch nichts geholfen, da die sicher keinen Verteilerläufer für einen Golf vorrätig gehabt hätte. So warteten wir auf den Abschleppwagen, der statt der angekündigten einen Stunde mehr als doppelt so lang brauchte, um uns zu finden. Für die 12 km zurück nach Aktio knöpfte er uns tatsächlich 100 € ab. Piraterie auf Griechisch. Die Jungs vom Marinashop waren wieder einmal die Anlaufstelle für das Verteilerproblem. Morgen sollte das Ersatzteil gebracht werde. Nur die Befestigungsklammern für die Verteilerkappe würde es hier nicht geben.
Bild des Tages: Verteiler kaputt
06.07.2010 Dienstag
Rückfahrt nach Preveza. Saki gab Gas und um 14.00 waren wir in der Marina. Geschwindigkeitsbeschränkungen gelten sicher nur für Ausländer. Ich beschäftigte mich mit PC-Problemen (kein WLAN mehr, defektes Naviprogramm) und Carola unterhielt unsere Gäste. Nachdem ich es geschafft hatte, wieder ins Internet zu kommen, war das Programmproblem Dank Matzes Hilfe aus der Ferne bald gelöst. Nach dem Abendessen ging es rasch ins Bett. Premiere, unser Schiff kann tatsächlich zwei Gästen eine Übernachtung ermöglichen.
Bild des Tages: Wir stehen mehr auf einem Parkplatz, als in einer Marina
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