Montag, 24. Juni 2024

Dienstag, 28.05.2024

 Ein letzter Radltag. Davor besuchen wir Mema und Jannis in Lefkas. Wir können tatsächlich heute nach einem Jahr den Versicherungsvertrag unterschreiben. Und beim Steuerberater 150  € Gebühr bezahlen. Dafür hat er recht wenig geleistet.

Von Nidri aus fahren wir wieder hoch nach Platistoma. Die Bauarbeiten (Verlegung eines Kabels am Straßenrand) sind weiter fortgeschritten. Jetzt haben sie aber mitten im Ort die Wasserleitung getroffen. Der Brunnen ist trocken und wir können uns nur mit Maulbeeren stärken.

Die Bauarbeiten an der Autobahn nach Lefkas waren die ganze Zeit am Laufen, mit richtig großem Gerät und wiederholten Sprengungen. An einem kleinen Teil waren aber 2 Mann damit beschäftigt, mit dem Schubkarren Erde abzutragen. Erst zuletzt hat man gesehen, dass sie wohl an einer archäologischen Stätte arbeiten. Ein paar Grundmauern konnte man erkennen.

Abends fahren wir nach Paleiros und treffen uns mit Heike und Michi. Die haben einige gute Tips zum Kontoeröffnen und für eine wohl aktivere Steuerberaterin.






Montag, 27.05.2024

 Heute wird geradelt. Vorher besuchen wir Remax, aber Mema ist nicht da. Statt ihr begleitet uns Konstantinos zur nahen Post. Kaum zu glauben, mit ganz wenig Wartezeit und wenigen Erklärungen durch Konstantinos an die Postangestellte können wir die Grundsteuer in bar bezahlen. Ohne eigenes griechisches Konto. Nicht einmal eine griechische Telefonnummer war nötig, die deutsche wurde akzeptiert.

Nach kleinen Einkäufen beim Bazaar fahren wir nach Nidri und starten unterhalb von Rachi. Wieder ist wenig Verkehr. Bis Platistoma begegnen und 5 Autos, davon 2 Touristen. Weiter nach Englovi sind es 3 Touristenautos. In Englovi selbst sitzen deutlich mehr Touristen in den Lokalen als im letzten Jahr. Vielleicht hat sich rumgesprochen, dass es hier schöner ist als in Karia. Aber unsere Abfahrt nach Vafkeri kennt noch niemand. Dabei bietet sie die schönsten Ausblicke. Nur eine Schildkröte nutzt die Straße als Rutschbahn, weil es so steil abwärts geht.

Gerade noch pünktlich zur Abfahrt der 17.00 Uhr Fähre nach Meganissi sind wir in Nidri. Hier ist immer noch wenig los, erst als die Ausflugsschiffe zurückkehren füllen sich die Lokale. Ein Einkaufsstopp in Lefkas und es geht zurück zum Haus.




Sonntag, 26.05.2024

 Als erstes wird das Radl geflickt. Dann wird der Laser getauft, die Inspektionsluke des Lasers neu eingeklebt, der Brunnen mit der Topfbürste von alter Farbe befreit und die Verstärkungsstange für die Duschwand wieder eingesetzt.

Zum Testen der Dichtigkeit des Reifens fahren wir nach Aghios. Auf dem Rückweg schauen wir am Kiter-Strand vorbei. Auf dem Wasser ist niemand mehr. Und es stehen nur mehr 2 deutsche Wohnmobile rum. Auch heute bleibt der angekündigte Regen aus.





Samstag, 25.05.2024

 Der Tag beginnt ohne großen Plan, da kehrt man doch mal die Einfahrt. Dann wird die Verstärkung der Duschwand eingebaut und der neue Duschvorhang vermessen, um wieviel er gekürzt werden muss.

Dann radeln wir in die Marina, Sachen im Schiff aufräumen und die Lukenabdeckungen wieder festbinden. Auf der Fahrt fand ein Dorn den Weg in einen Vorderreifen und so muss das Auto geholt werden. Wieder liegt auf dem Weg zum Haus eine noch lebende Schlange im Weg.  Im Marina Cafe werden die ersten Abendessen bestellt und draußen frischt der Wind kräftig auf. Der angekündigte Regen bleibt wieder aus.



Freitag, 24.05.2024

Kostas kommt pünktlich um 10.00 Uhr vorbei, zur Ameisenabwehr. Er läßt es sich dabei nicht nehmen, selbst auf den Speicher zu klettern. Dabei wäre es für mich als Zwerg deutlich einfacher.

Er erzählt wieder viel vom Leben hier. Überall hängen noch die Zitronen an den Bäumen. Die werden nicht mehr geerntet, weil es keine Nachfrage, keine Abnehmer gibt. Es verkauft sich nur mehr A-Ware. Und die kommt aus Südamerika oder Afrika. Die EU verbietet viele Gifte, dadurch werden die Zitronen nicht mehr so schön. Bei den Zitronen aus dem Ausland ist anscheinend von Haus aus kein Gift erforderlich. Richtung Arta würden sie alle alten Fruchtbäume fällen und durch Kiwis ersetzen.  Die Tomaten neben der Straße zur Marina wurden aussortiert, weil sie von einem Schädling befallen sind. Man müßte nur den befallenen Teil wegschneiden, aber das ist zu viel Arbeit. Früher haben die Griechen aus ihren Tomaten Pasta eingekocht, die den ganzen Winter gehalten hat. In kleine Stücke schneiden, einmal aufkochen, in kleine Gefäße füllen, mit Olivenöl abdecken, fertig. Oder einfach trocknen. Die Gewächshäuser haben reicheren Griechen gehört, die ließen Albaner für sich arbeiten, später haben die Albaner die Gewächshäuser gepachtet, inzwischen haben sie diese gekauft. Die Flächen müßten wegen dem Brandschutz bis Ende Mai gemäht und von Gebüsch befreit werden. Wir könnten unsere Nachbargrundstücke dem Bürgermeister melden. Der würde dann das Mähen veranlassen, 40 € pro Quadratmeter, zuzüglich Strafe. So würden wir uns keine Freunde in der Nachbarschaft schaffen.

Es folgen Kleinarbeite. Wegen Kostas Aktion putzen. Gras zusammenrechen, Rosen schneiden, Duschschlauch ersetzen, Duschstange zurückbauen, usw.

Etwas später als eigentlich geplant, gegen 16.00 Uhr, radeln wir nach Aghios. Untenrum, da angeblich von den Hunden keine Gefahr mehr ausgeht. Am Kiter-Strand herrscht Freude über den guten Wind, 2 Winger und 5 Kiter sind unterwegs. Und auch zwei Surfer bauen gerade auf. Noch haben die deutschen Wohnmobile die Oberhand, drei Stück, aus RO, TS und M.

Auf der Fahrt nach Preveza am Abend treffen wir auf zwei lebende Schlangen. Eine verzieht sich bei Annäherung, wegen der anderen muss ich kräftig in die Eisen steigen. Ganz gemütlich setzt sie sich dann in Bewegung und verschwindet im Gebüsch. In Preveza gehen wir heute mal in die Straße hinter der Fußgängerzone. Deutlich weniger los, und weniger auf Touristen ausgerichtete Geschäfte. Thalia hat wieder viel zu erzählen. Heute gab es wieder Ärger mit der Polizei. Weil Tische und Werbeschild über die weiße Linie ragten, wurde angedroht, dass Dina einen Tag ins Gefängnis muss, die Geldstrafe doppelt so hoch wäre wie letztes Jahr und das Geschäft drei Tage schließen müsse. Da muss sie sich halt an die Linie halten. Heute sind deutlich mehr Touristen unterwegs und in den Lokalen. Und nebenan ist großes Gejohle wegen der Übertragung eines Basketballspiels mit Griechischer Beteiligung.

Mit einem Eis vom Spitiko in der Hand verfolgen wir die Aufführung einer Sirtaki-Tanzgruppe auf einer Bühne vor dem Landgerichtsgebäude. Es scheint die letzte Probe vor einer Aufführung am Wochenende zu sein. Bei Vollmond geht´s zurück zum Haus.





Donnerstag, 23.05.2024

 Kostas kommt früh vorbei. Der böse aggressive Hund auf dem Weg nach Aghios ist nicht mehr. Sein Besitzer hat sich von ihm „getrennt“. Er hat nicht nur uns angegangen, sondern wohl auch begonnen, die Schafe seines Herrchens zu dezimieren. Morgen kommt Kostas nochmal, zum Bekämpfen der Ameisen. Die großen, bösen, holzfressenden haben sich zuletzt immer mehr dem Haus genähert.

Wir fahren zum Radeln nach Lefkas. Start in Aspen. Der Ginster blüht noch mehr und wächst teilweise bis in die Straßenmitte. Wie zuletzt ist wenig Verkehr. Auf der Strecke zum Radarstützpunkt begegnet uns niemand mehr. Das ändert sich auf dem Weg zur Kapelle. Gleich 5 Touristenautos überholen uns. So ein Gedränge um die Kapelle hatten wir noch nie. Die Sicht ist perfekt, nachdem sich der Saharastaub verabschiedet hat. Der dafür verantwortliche Westwind macht es ungemütlich kühl hier oben. Bei der Abfahrt kommen uns zwei bayerische Wanderinnen entgegen, erkennbar um Gruß. Die Abfahrt nach Exanthia und Drymonas ist erstaunlich warm und windstill. Auch auf dem Meer sind keine Schaumkronen zu erkennen. Das ist wohl die Staulage an der Westküste. Ganz anders sieht es unten in Lefkas am Weststrand mit den Windmühlen aus. Hier glaubt man Meteo seine 5 Beaufort mit Böen bis 7. Vier Kiter freuen sich darüber. Ein tapferer Winger ist weit draußen (kaum mehr zu erkennen), fährt recht flott, liegt dann aber wieder sehr lange im Wasser.

Ein kurzer Einkauf bei Sklavenitis und es geht zurück zum Haus. Auch hier weht der Wind sehr kräftig.







Mittwoch, 22.05.2024

 Heute sollte ein ruhiger, fauler Tag werden. Da fängt man dann nur mal mit Kleinigkeiten an, die in größere Projekte münden. Wäsche waschen. Randleisten zu säubern versuchen. Der unsaubere Abschluss mit einfach Mörtl drauf widersetzt sich allen Reinigungsversuchen. Bleibt nur der Dampfhammer, sprich Hammer, Meißel und Moltofill drauf gespachtelt. Ich wechsle den Schneidekopf der Motorsense und weil es so gut funktioniert, wird er Rasen gemäht. Auf dem Weg zum Panos wird getankt, Diesel 1,56 € pro Liter. Das Schiff wird weiter entleert, Kabeltrommel, Schleifpapier, usw. Obwohl wir spät dran sind, ist beim Panos immer noch viel los. Moussaka und griechischen Salat hat er aber immer. Bei fast Vollmond geht es zurück zum Haus. Der Starkwind hält weiter an und schläft erst nach 01.00 Uhr ein.